Tuttlinger spielt mit Kammerorchester

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Tuttlinger spielt mit Kammerorchester
Tuttlinger spielt mit Kammerorchester (Foto: Bruch)
Sigrid Bruch

Besuch in der Heimat: Der Berliner Musikstudent Johannes Ascher hat zusammen mit dem Tuttlinger Kammerorcherster ein Konzert in der Stadthalle gegeben. Dabei herausgekommen ist ein erlebenswertes Auftritt am Sonntagmorgen.

Der Tuttlinger Solist, der seinen ersten Geigenunterricht schon mit fünf Jahren erhalten hatte und inzwischen an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“ in Berlin studiert, brachte mit dem Orchester das beeindruckende Violinkonzert in A-Dur, KV 219 von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Das Konzert dirigiert hat der Leiter des Tuttlinger Kammerorchesters Bernhard Diesch.

Das Werk mit den Sätzen Allegro Aperto, Adagio und Rondeau Tempo die Menuetto hat Mozart kurz vor seinem 20. Geburtstag vollendet. Es ist im Adagio geprägt von gefühlvollen, träumerischen Passagen und einem innigen Gesang der Solovioline, das vom Geiger feinstes Fingerspitzengefühl erfordert. Das Finale beginnt galant, doch dann kommt etwas Dämonisches ins Spiel, bevor wieder ins beschauliche Menuett zurückgekehrt wird.

Der junge Geiger und das Tuttlinger Kammerorchester boten mit diesem Werk Spitzenleistung mit absolutem Hörgenuss. Am Anfang des Konzertes erklang die Serenade in E-Dur, op. 25 für Streichorchester des amerikanischen Komponisten Arthur Foote, von dem hauptsächlich seine Kammermusik bekannt ist, die von Felix Batholdy Mendelssohn, Franz Schubert und Johannes Brahms beeinflusst ist.

Harmonische Feinheitund schwungvolle Themen

Die Besucher im Großen Saal der Stadthalle konnten in den fünf Sätzen Präludium, Air (eine Hommage an Johann Sebastian Bach), Intermezzo, Romanze und Gavotte Formen der Spätromantik erleben mit harmonischer Feinheit und schwungvollen Themen. Stürmischer Beifall belohnte die Musiker für ihr Spiel. Ascher bedankte sich mit einer Zugabe, dem zweiten Satz aus der Solosonate von Sergej Prokofjew.

Vor dem Konzert wurde Gisela Kotz zum Dank für ihre 36-jährige Mitarbeit im Tuttlinger Kammerorchester, bei dem sie sich Verdienste erworben hat, vom Vorsitzenden des Orchesters, Matthias Kremer, zum Ehrenmitglied ernannt. Beifall war ihr Lohn.

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