Tuttlinger setzen Zeichen gegen den Terror

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Schwäbische Zeitung
Sarah-Lena Gombert

Mit John Lennons „Imagine“ hat am Dienstagabend auf dem Place de Draguignan eine kurze Mahnwache für den Frieden begonnen, zu der der Rittergartenverein und „Radio 7“ eingeladen hatten.

Zahlreiche Menschen, darunter auch Vertreter des Gemeinderats, der Kirchengemeinden oder vom Kulturverein Feza, hatten sich versammelt, um der Opfer des Terroranschlags von Paris am vergangenen Freitag zu gedenken.

Viele der Mahnwachen-Teilnehmer hatten Kerzen oder weiße Rosen mitgebracht, die sie an dem Brunnen auf dem Platz niederlegten. „Wir lassen uns unsere offene, freiheitliche und tolerante Gesellschaft nicht zerstören. Wir akzeptieren nie und nimmer, dass die Werte, für die die Generationen vor uns gekämpft haben, nun in Frage gestellt werden“, sagte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck in seiner kurzen Ansprache.

Gleichzeitig warnte er davor, Muslime oder Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. „Wer dies tut, grenzt aus, baut neue Mauern und trägt im schlimmsten Fall dazu bei, dass Menschen erst recht radikalisiert werden“, sagte Beck.

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