Tuttlinger Medizintechnik-Branche gründet Netzwerk für 3D-Druck

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Additive Fertigung (3D-Druck) gilt als Megatrend in der Branche.
Additive Fertigung (3D-Druck) gilt als Megatrend in der Branche. (Foto: pm)
Schwäbische Zeitung

In dem Netzwerk sind klassische Hersteller von medizintechnischen Instrumenten, Anbieter von 3D-Druckern und Materialien, Hersteller von Reinigungsanlagen und Reinigungsmitteln sowie Entwicklungsdienstleister beteiligt. Von Forschungsseite ist das Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) der Universität Ulm, das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) an der Universität Tübingen, das Institut für Mikrointegration (IFM) der Universität Stuttgart, die Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., das Kompetenzzentrum für spanende Fertigung (KSF), die Hochschule Furtwangen (HFU), die Technische Universität München sowie durch das Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (FEM) vertreten. (pm)

Sie wollen gemeinsam Innovationen entwickeln: Unter der Federführung der Medical Mountains GmbH haben sich 24 Unternehmen und Forschungseinrichtungen jetzt zusammengeschlossen, um die Potenziale der additiven Fertigung – 3D-Druck – für die Medizintechnik auszubauen. Das schreibt die Cluster-Initiative in einer Pressemitteilung.

Das Netzwerk trägt den Namen „MedPrint“ und wird vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Der sogenannte 3D-Druck hat in der jüngsten Vergangenheit einen enormen Aufschwung erlebt. Neue Verfahren und Materialien erweitern die Grenzen des technisch Machbaren. Darin sieht die Medizintechnik-Branche viele Chancen. Zum einen stehen den Produktentwicklern Formen und Geometrien zur Verfügung, die bis vor kurzem noch unvorstellbar waren. Zum anderen besteht die Möglichkeit der individuellen Gestaltung: Instrumente, Geräte und Implantate können je nach Anwender oder Patient in der „Losgröße 1“, als angepasste Einzelstücke entstehen.

Megatrend nutzen

Additive Fertigung ist damit ein „Megatrend“ der Branche. „Unser Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen mitzunehmen, damit sie den Fortschritt technisch und wirtschaftlich für sich nutzbar machen können“, umreißt Julia Steckeler, Geschäftsführerin der Medical Mountains GmbH den Ansatz von „MedPrint“. Das Kernanliegen ist klar definiert: „Es geht um die Nutzung neuer Technologien zum Ziel einer fortschrittlichen Patientenversorgung.“

Um dies zu erreichen, steht die anwendernahe Weiterentwicklung entsprechender Materialien, Werkzeuge und Verfahren im Vordergrund. „MedPrint soll seinen Teilnehmern zu Innovationssprüngen verhelfen, um im internationalen Wettbewerb nicht nur mitzuhalten, sondern eine Führungsrolle einzunehmen“, ergänzt Meinrad Kempf, Netzwerkmanager von „MedPrint“. Schließlich soll die baden-württembergische Medizintechnikbranche rund um den Raum Tuttlingen auch in Zukunft dem Ruf als Weltzentrum der Medizintechnik standhalten.

In dem Netzwerk sind klassische Hersteller von medizintechnischen Instrumenten, Anbieter von 3D-Druckern und Materialien, Hersteller von Reinigungsanlagen und Reinigungsmitteln sowie Entwicklungsdienstleister beteiligt. Von Forschungsseite ist das Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) der Universität Ulm, das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) an der Universität Tübingen, das Institut für Mikrointegration (IFM) der Universität Stuttgart, die Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., das Kompetenzzentrum für spanende Fertigung (KSF), die Hochschule Furtwangen (HFU), die Technische Universität München sowie durch das Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (FEM) vertreten. (pm)

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