Tuttlinger Krematorium wird modernisiert

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Am 3. Januar fand die letzte Einäscherungen im Elektroofen statt.
Am 3. Januar fand die letzte Einäscherungen im Elektroofen statt. (Foto: Stadt)
Schwäbische Zeitung

Zum Jahresbeginn wird im Krematorium Tuttlingen umgebaut. Nach 36 Jahren wird die Einäscherungsanlage aus Umweltschutz- und Effizienzgründen künftig mit Erdgas betrieben.

Die Feuerbestattung hat in Tuttlingen eine lange Tradition: Bereits seit 1927 gibt es in der Donaustadt ein Krematorium. Es war das dritte im damaligen Königreich Württemberg und gehört zu den wenigen historischen Feuerbestattungsanlagen in Deutschland, die ohne Beeinträchtigung ihrer Substanz überliefert sind. Das Gebäude dient heute als Kulturzentrum.

Seit 1983 wird im neuen Krematorium eingeäschert. Der Ofen wurde bislang mit Strom betrieben. Aus Umweltschutz- und Effizienzgründen wird nun auf Gasbetrieb umgestellt. Dabei wird der Ofen komplett neu aufgebaut. Die Verordnung über Anlagen zur Feuerbestattung regelt, dass Überschreitungen der CO-Stundenmittelwerte unzulässig sind. Diesen gesetzlichen Vorgaben wird die Verwaltung bei der Umstellung auf einen gasbetriebenen Etagenofen gerecht werden.

Am Freitag, 3. Januar, fand die letzte von rund 33 000 Einäscherungen im Elektroofen statt. Die Umbauphase ist aufwändig und wird sich über maximal vier Monate hinziehen. Die Friedhofsverwaltung wird in dieser Zeit die Särge in Eigenregie in benachbarte kommunale Krematorien überführen und für eine Rückführung der Aschenurnen sorgen.

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