Tuttlinger Haus öffnet nach Winterpause wieder

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 Das Tuttlinger Haus, das zeigt, wie Bürger im 19. Jahrhundert lebten, öffnet nach der Winterpause wieder.
Das Tuttlinger Haus, das zeigt, wie Bürger im 19. Jahrhundert lebten, öffnet nach der Winterpause wieder. (Foto: Tuttlinger Haus)
Schwäbische Zeitung

Am Ostersonntag, 21. April, öffnet das Tuttlinger Haus in der Donaustraße 19 nach der Winterschließung wieder und startet in die Saison 2019, die bis 31. Oktober dauern wird. In dieser Zeit ist das Museum laut Pressemitteilung dienstags, donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Aus Anlass der Museumsöffnung hat das Haus ausnahmsweise auch am Ostermontag auf. Der Eintritt ist frei.

„Ganz froh, im Tuttlingen des 21. Jahrhunderts zu sein“, schrieben Besucher in das Gästebuch des Tuttlinger Hauses. Zu dieser Einsicht gelangten sie bei einem Besuch des Museums. Das Haus zeigt die Lebenssituation der früheren Bewohner und veranschaulicht damit, wie man in Tuttlingen im 19. Jahrhundert lebte. Das Gebäude wurde nach dem Stadtbrand 1803 für zwei Familien als Ackerbürgerhaus errichtet. Das bedeutet, dass in einem Geschoss eine Familie mit Kindern und Großeltern lebte. Manchmal fanden laut Mitteilung auch unverheiratete Geschwister des Hauserben Unterschlupf in der Wohnung.

Ein Bad existierte nicht, man wusch sich in der Küche oder im Schlafzimmer. Die Toilette war ein Pumpsklo, das an der Gebäuderückseite an das Haus angebaut war. Die Geschosse trennte oft nur ein Dielenboden. Kein Wunder also, dass die Mitbewohner hörten, was gesprochen, und rochen, was gekocht wurde. Die Tiere im Erdgeschoss taten ihr Übriges. Dieses dichte Aufeinadnerwohnen führte immer wieder zu Streit. Man bezeichnete die Häuser, die in „Stockwerkseigentum“ aufgeteilt waren, deshalb häufig auch aus „Händelhäuser“.

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