Tuttlinger Diakonie sucht einen neuen Geschäftsführer

Lesedauer: 4 Min
Dennis Kramer wird ab April in Darmstadt arbeiten.
Dennis Kramer wird ab April in Darmstadt arbeiten. (Foto: Anja Schuster)

Der Evangelische Kirchenbezirk Tuttlingen sucht für seine Bezirks- und Kreisdiakoniestelle einen neuen Geschäftsführer. Dennis Kramer, der diesen Posten seit drei Jahren inne hat, wird sich zu Ende März aus der Donaustadt verabschieden und neuen „beruflichen Herausforderungen“ stellen.

Zehn Jahre ist es her, dass Kramer aus Niedersachsen ins „südliche Baden-Württemberg“ kam. Ein „culture clash“ (Zusammenprall von Kulturen), wie er es im Gespräch mit unserer Zeitung humorvoll nennt. Ursprünglich angelegt war die projektfinanzierte Stelle auf fünf Jahre. Hauptaufgabe damals sei der Auf- und Ausbau des Diakonieladens gewesen, erinnert sich Kramer. Aus fünf Jahren wurden dann schnell zehn, drei davon war er Geschäftsführer. „Eine neue Herausforderung, die sehr reizvoll war“, sagt Kramer.

Und eine neue Herausforderung steht nun wieder an. Denn ab 1. April wird Kramer als Fachbereichsleiter für Gemeinwesenarbeit und Migrationsdienste in Darmstadt tätig sein. Dieser Wechsel hat laut Kramer vor allem persönliche Gründe. Zum einen liege Darmstadt näher an seiner Heimat, zum anderen wohne dort „die Frau seines Herzens“. Mitte vergangenen Jahres sei die Entscheidung gefallen, künftig zusammenzuleben, woraufhin er sich nach einer neuen Stelle umgesehen habe. Mitte Dezember stand dann fest, dass der Abschied aus der Donaustadt naht. „Am 1. März ist mein letzter Arbeitstag“, sagt Kramer, der seinen Vertrag zum 31. März aufgelöst hat.

Bei aller Freude, dass bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt – ein bisschen Bedauern, dass die Zeit in Tuttlingen zu Ende geht, empfindet Kramer auch. Seit seine Kündigung öffentlich sei, befinde er sich quasi auf Abschiedstour. „Die Rückmeldungen, die ich bekomme, lassen mich auch ein bisschen wehmütig werden.“ Schließlich habe er sich in den zurückliegenden Jahren auch in seine Aufgabe hineingearbeitet. Vor allem der Diakonieladen sei ihm immer ein Herzensangelegenheit gewesen. „Tuttlingen hat auch Spuren bei mir hinterlassen und ich hoffe, dass ich auch welche hinterlassen werde.“

Frist endet am 18. Januar: „Erfreuliche Bewerberlage“

Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Dennis Kramer endet am 18. Januar. Bis jetzt sind laut Dekan Sebastian Berghaus schon einige Bewerbungen eingegangen. „Wir freuen uns über die Bewerberlage“, sagt Berghaus. „So schnell wie möglich“ soll der Nachfolger feststehen, aber: „Es müssen viele verschiedene Interessen berücksichtigt werden.“ Und schließlich sei es auch ein anspruchsvoller Job, der sowohl die Kreis- als auch die Bezirksdiakonie umfasse, die „ganz unterschiedlich strukturiert sind“.

Kramer wünscht seinem Nachfolger auf jeden Fall alles Gute: „Ihn erwartet ein gutgemachtes Nest und ein motiviertes Team.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen