Tuttlingen soll durch Stadtteile wachsen

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In Eßlingen und Nendingen könnten bald Wohnträume wahr werden. Die Stadt Tuttlingen will bis zu 78 Bauplätze in den Stadtteilen
In Eßlingen und Nendingen könnten bald Wohnträume wahr werden. Die Stadt Tuttlingen will bis zu 78 Bauplätze in den Stadtteilen schaffen. Die Bebauungspläne sind vom Technischen Ausschuss an den Gemeinderat empfohlen worden. (Foto: Julian Stratenschulte/DPA)
Redaktionsleiter

In Nendingen und Eßlingen könnten bald neue Wohngebiete entstehen. Der Technische Ausschuss der Stadt Tuttlingen hat dem Gemeinderat empfohlen, der Aufstellung eines Bebauungsplans für die Gebiete „Unter dem Hägle II“ und „Im Brendenösch“ zuzustimmen. Allerdings war das Votum nicht einstimmig. In beiden Fällen enthielten sich Ausschussmitglieder.

„Unter dem Hägle II“ in Nendingen

Für die Erweiterung des Baugebiets „Unter dem Hägle“ soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die 37 Grundstücke im ersten Bauabschnitt sind mit drei Ausnahmen alle bebaut. In der weiteren Fläche von 2,2 Hektar sollen mindestens 32 Grundstücke geschaffen werden.

Neben freistehenden Häusern sind auch Doppelhäuser und Hausgruppen zulässig. Durch flächensparende Gebäudeentwürfe soll die Zahl der Bauplätze auf bis zu 44 erhöht werden. Ähnlich wie im ersten Bauabschnitt soll die Erschließung über einen innenliegenden Straßenring erfolgen.

Bei der Abstimmung gab es fünf Enthaltungen. Als ein Problem wurde die Zufahrt in das Baugebiet betrachtet. Karin Kohler, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung, Liegenschaft und Forst, wurde beauftragt, zu prüfen, welche Leerstände beim Wohnraum es in Nendingen gibt.

„Im Brendenösch“ in Eßlingen

Im beschleunigten Verfahren soll das Eßlinger Baugebiet entwickelt werden. Zwischen 24 und 30 Grundstücke sollen geschaffen werden, die zwischen 410 und 741 Quadratmeter groß sind. Bei der Bebauung handelt es sich um Einfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen. Im südlichen Teil des Gebiets sind auch Hausgruppen in offener Bauweise zulässig, wodurch die Anzahl der Wohneinheiten noch auf 34 erhöht werden könnte. Die Erschließung erfolgt durch zwei Stichstraßen mit jeweils einem Wendehammer. Verbunden wird das neue Baugebiet am westlichen Ortseingang von Talheim kommend, mit dem bestehenden Baugebiet „Gassenäcker“.

Das Aufstellen im beschleunigten Verfahren ist nur bis Ende 2019 möglich. Der Satzungsbeschluss muss bis Ende 2021 gefasst sein. „Der Bedarf an Wohnraum in Tuttlingen und Eßlingen ist groß. Deshalb wollen wir schnell Wohnraum schaffen. Die Planungen für Eßlingen sind zwar über den Bedarf hinaus. Wir machen das, um eine Reserve zu haben“, sagte Oliver Bock von der Stadtplanung.

Zwei Ausschussmitglieder enthielten sich. Wieder wurde Kohler beauftragt zu prüfen, welche Leerstände es beim Wohnraum gibt.

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