TUTicket: Preise sollen ab August um drei Prozent steigen

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 Ab August sollen die Preise bei TUTicket um drei Prozent steigen.
Ab August sollen die Preise bei TUTicket um drei Prozent steigen. (Foto: Archiv: Dorothea Hecht)
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Auch die Monatskarten für Schüler sollen ab August 2019 bei TUTicket um drei Prozent teurer werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat dem Kreistag bei zwei Gegenstimmen deshalb empfohlen, eine Änderung der Satzung über die Erstattung der notwendigen Schülerbeförderungskosten zu beschließen. Damit halten sich die Abgeordneten an einen Grundsatzbeschluss vom 21. Mai 2015. Darin hatte sich der Kreistag entschlossen, die Eigenanteile in der Schülerbeförderung zeitgleich und in derselben prozentualen Höhe wie die Tarife bei TUTicket anzupassen. Eltern von Grundschülern müssen auch nach der Tarifanpassung keinen Eigenanteil zahlen. Für Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschüler steigt die Abgabe von 15 auf 15,50 Euro. Schüler der weiterführenden Schulen müssen künftig 33,50 statt 32,50 Euro entrichten. Thomas Leibinger von den Freien Wählern regte an, sich in Zukunft noch einmal Gedanken über die Gestaltung der Schülertarife zu machen. „Es ist schwierig, die Gemeinschaftsschule anders als das Gymnasium oder die Realschule einzustufen“, sagte er. Schließlich könnten die Schüler an der Gemeinschaftsschule die gleichen Abschlüsse wie an den anderen Schulformen erreichen.

Zum 1. August dürften die Tarife beim Verkehrsverbund TUTicket um durchschnittlich drei Prozent ansteigen. Das hat der Ausschuss für Technik und Umwelt dem Kreistag empfohlen. Bei der Abstimmung waren nur die beiden Abgeordneten der Offenen Grünen Liste (OGL) dagegen.

Die Notwendigkeit zur Tarifanpassung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Tuttlingen ergeben sich aus den bestehenden Verträgen mit den Busunternehmen. In den Kontrakten ist eine dynamisierte Klausel vereinbart. Damit wird den Personal- und Kraftstoffkosten der Unternehmen Rechnung getragen.

Erhöhung fängt Mehrkosten nicht einmal zur Hälfte auf

Bei einer Teuerungsrate von 2,71 Prozent muss der Landkreis Tuttlingen Mehrkosten von 366 000 Euro hinnehmen. Mit der Tariferhöhung von drei Prozent erhofft sich die Kreisverwaltung eine Mehreinnahme von 148 300 Euro. „Das ist nicht einmal die Hälfte der Mehrkosten“, sagt Landrat Stefan Bär.

Eine Preiserhöhung sei nie erfreulich, meinte Gerhard Minder von der CDU. Dennoch sei sie nun notwendig. Den Unterschied zwischen Aufwand und Ertrag dürfe man nicht zu groß werden lassen. Auch Thomas Leibinger (Freie Wähler) unterstützte die „moderate Erhöhung. Das ist ausgewogen.“ Fritz Buschle (SPD) meinte ebenfalls, dass die Mehrkosten vernünftig umgelegt würden. „Jeder ist gegen eine Erhöhung, nur nicht gegen die Lohnerhöhung. Wir können die Kosten nicht allein dem Steuerzahler auflasten.“ Auch Bär lobte das gute „Preis-Leistungs-Verhältnis“ bei TUTicket. Für weniger Geld – im Vergleich zu anderen Städten – erhalte man mehr Leistung. Dies würde aber nicht bedeuten, dass es beim ÖPNV im Landkreis nichts zu verbessern gebe.

Thomas Leibinger schlug vor, dass man in Zukunft über eine Reform des Tarifgebiets nachdenken solle. Bär erklärte, dass dieses Thema „intern gesetzt“ sei. Man sei in der Region in Gesprächen. Allerdings dürfe man innerhalb eines Jahres nicht in der Lage sein, eine Tarifreform umzusetzen. „Bei einer Tarifreform gibt es immer Gewinner und Verlierer. Und sie macht nur Sinn, wenn es Vergünstigungen für die Kunden gibt“, erklärte er. Dann müsse aber geklärt sein, wie mit den Einnahmeausfällen umgegangen werde.

Auch die Monatskarten für Schüler sollen ab August 2019 bei TUTicket um drei Prozent teurer werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat dem Kreistag bei zwei Gegenstimmen deshalb empfohlen, eine Änderung der Satzung über die Erstattung der notwendigen Schülerbeförderungskosten zu beschließen. Damit halten sich die Abgeordneten an einen Grundsatzbeschluss vom 21. Mai 2015. Darin hatte sich der Kreistag entschlossen, die Eigenanteile in der Schülerbeförderung zeitgleich und in derselben prozentualen Höhe wie die Tarife bei TUTicket anzupassen. Eltern von Grundschülern müssen auch nach der Tarifanpassung keinen Eigenanteil zahlen. Für Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschüler steigt die Abgabe von 15 auf 15,50 Euro. Schüler der weiterführenden Schulen müssen künftig 33,50 statt 32,50 Euro entrichten. Thomas Leibinger von den Freien Wählern regte an, sich in Zukunft noch einmal Gedanken über die Gestaltung der Schülertarife zu machen. „Es ist schwierig, die Gemeinschaftsschule anders als das Gymnasium oder die Realschule einzustufen“, sagte er. Schließlich könnten die Schüler an der Gemeinschaftsschule die gleichen Abschlüsse wie an den anderen Schulformen erreichen.

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