Trossingen müht sich eine Runde weiter

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Die Entscheidung: Trossingens Dimitri Stroh (am Ball) trifft zum 1:0-Siegtreffer im Bezirkspokal beim SC 04 Tuttlingen II.
Die Entscheidung: Trossingens Dimitri Stroh (am Ball) trifft zum 1:0-Siegtreffer im Bezirkspokal beim SC 04 Tuttlingen II. (Foto: Matthias Jansen)

Die SpVgg Trossingen hat die zweite Runde im Fußballpokal des Bezirks Schwarzwald erreicht. Der Titelverteidiger setzte sich beim SC 04 Tuttlingen 1:0 (1:0) durch. Das Tor des Tages gelang Angreifer Dimitri Stroh (37.). „Wir sind weiter und haben zu Null gespielt – das waren unsere Ziele“, sagte Mario Bibic, Trainer des Bezirksligisten.

Dass der Sieg des Favoriten nicht unbedingt verdient war, darüber waren sich Trossingens Coach und Tuttlingens Trainer Ertan Tasdemirci weitgehend einig. „Wir sind sicherlich der unverdiente Verlierer“, erklärte der Tuttlinger Bezirksliga-Trainer, der Reserve-Coach Dubravko Herceg an der Seitenlinie vertrat. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber aus der Kreisliga A2 die bessere Mannschaft, hatten auch mehr Chancen als der Favorit aus der Musikstadt. „Tuttlingen hat das gut gemacht. Wir haben in der Abwehr zu viel zugelassen, weil wir die Laufarbeit haben vermissen lassen“, bilanzierte Bibic.

Nach einer ersten Abtastphase beider Mannschaften hatten die Gastgeber die erste Chance. Bakary Sonko hatte Kebba Drammeh auf der rechten Außenbahn eingesetzt, den Ball nach dessen Flanke dann aber neben das Tor gesetzt (7.). Auf der Gegenseite prüfte Trossingens Emanuel Alexi SC-Schlussmann Valmir Tafi mit einem Schuss ins kurze Eck. Das war es dann aber auch mit Chancen für die Gäste. Tuttlingen übernahm mit einer engagierten Leistung die Kontrolle. Nach 26 Minuten hatte Kenny Heindel die Chance zur Führung. Nach einer Flanke Drammeh scheiterte Sonko mit einem Kopfball an Trossingens Schlussmann Mustafa Avci. Beim Nachschuss wurde Heindel noch abgeblockt. In Tornähe kamen die Donaustädter auch noch durch einen Kopfball von Kapitän Anthony Nwaise (32.).

Trossinger Treffer unter Abseitsverdacht

Wie aus dem Nichts ging dann aber Trossingen in Führung. Nach einem langen Pass kam Stroh im Tuttlinger Strafraum an den Ball und drosch das Leder zum 1:0 (37.) in die Maschen. Der SpVgg-Jubel wurde von Tuttlinger Beschwerden begleitet. „Das war klar abseits“, meinte Tasdemirci. Zwar habe Stroh selbst nicht im Abseits gestanden. Matthias Ott, dem das Zuspiel gegolten hatte, aus SC-Sicht aber schon. „Er hat den Torwart irritiert“, sagte Tasdemirci. Der Treffer zählte trotz Protesten.

Nach dem Seitenwechsel tat sich lange nichts vor den Toren. Stroh verpasste mit einem Kopfball (54.) und später mit einem Freistoß (76.) das 2:0. Fünf Minuten vor dem Abpfiff hätte Tuttlingen beinahe ausgeglichen. Über die eingewechselten Tasdemirci und Robin Petrowski kam Drammeh im Trossinger Strafraum frei an den Ball. Er hob das Leder aber am Tor vorbei. „Eine bessere Chance gibt es nicht“, ärgerte sich sein Trainer über die letzte Chance im Spiel.

Trotz des knappen Ausscheidens war Tasdemirci zufrieden. „Die Jungs haben das gut gemacht. Immerhin haben wir gegen einen Titelfavoriten der Bezirksliga gespielt“, meinte er. Davon war bei Trossingen noch nicht viel zu sehen. „Ästhetisch war es nicht. Aber wir waren effektiv genug“, fasste SpVgg-Trainer Bibic zusammen.

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