Toter im Seepark Pfullendorf kommt aus Kreis Tuttlingen - Veranstalter reagiert auf Facebook

 Die Suche nach dem 28-Jährigen dauerte mehrere Tage an. Auch Freunde und Verwandte beteiligten sich.
Die Suche nach dem 28-Jährigen dauerte mehrere Tage an. Auch Freunde und Verwandte beteiligten sich. (Foto: Thomas Warnack)
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Seit Mittwochabend herrscht traurige Gewissheit: Der 28-Jährige aus dem Landkreis Tuttlingen, der seit dem frühen Samstagmorgen im Seepark Pfullendorf vermisst wurde, ist tot. Die Betroffenheit ist groß, über seine Heimatgemeinde im Kreis Tuttlingen hinaus.

Rund 50 Freiwillige aus Verwandtschaft und Freundeskreis hatten sich die Tage zuvor an der Suchaktion beteiligt. Das letzte Lebenszeichen des jungen Mannes gab es am Samstag gegen 1.30 Uhr.

Die letzten Tage war unter Hochdruck nach dem Vermissten gesucht worden. Er hatte zuvor mit einer Gruppe das Summerty-Festival am Pfullendorfer See besucht und soll sich in der Nacht zum Sonntag auf dem Heimweg von seinen Begleitern entfernt haben. Er soll alkoholisiert gewesen sein. Am späten Mittwochnachmittag ist laut Polizeiangaben eine leblos auf der Wasseroberfläche treibende Person festgestellt worden, die zweifelsfrei als der Vermisste identifiziert werden konnte.

Trauer in sozialen Medien

In den sozialen Medien war in den vergangenen Tagen auch mit einem Foto des 28-Jährigen gesucht worden. Beileidsbekundungen für die Angehörigen machen nun die Runde, unter anderem auf der Facebook-Seite des Summerty-Festivals. „So soll kein Festival enden – rip“, schreibt eine Userin. Rest in Peace.

Auch Mutmaßungen um den Unfall-Hergang werden laut, die Frage nach der Sicherheit des Festivals am See steht im Raum. Der Organisator der Festivals will sich offiziell dazu nicht äußern. Wie genau der Mann verunglückt sei, sei momentan noch spekulativ, das wolle er nicht befeuern. Seine Gedanken seien bei der Familie, mit der er auch in Kontakt stehe. Auf der Summerty-Facebook-Seite schreibt er:

Diese Nachricht traf uns sehr. Unser tiefstes Mitgefühl und Beileid gilt der Familie und Angehörigen des Toten.

Klare Worte richtet er an die Nutzerinnen und Nutzer: „Bitte unterlasst deshalb spekulative Posts, Unwahrheiten oder Vermutungen, die auf Halb- oder Nichtwissen beruhen. In unserem Land gibt es für die Aufklärung solcher Unglücke entsprechende Organe und Gesetze. Wir werden von allen unangemessenen, unverschämten, despektierlichen und dummen Kommentaren Screenshot machen lassen und diese an die Behörden weiterleiten. Es kann nicht sein, dass sich Menschen auf Kosten von Unglücken Anderer profilieren oder andere wiederum desavouieren.“

Vereinskollegen sind betroffen

Beim ASV Nendingen, bei dem der Verstorbene seit Kinderjahren aktiv war, ist die Betroffenheit sehr groß. „Er war einer der Zuverlässigsten und Diszipliniertesten im Training. Hochgeschätzt“, sagt Stefan Rutschmann, Trainer, Ringer und Pressewart.

Seit 2000 war der 28-Jährige Vereinsmitglied, Meister in der Bezirksliga 2016. Für die kommende Saison sei er fest als Mannschaftsringer eingeplant gewesen. Der Vorstand des ASV will in einer Ausschusssitzung besprechen, „was wir machen und wie wir damit umgehen“, sagt Rutschmann, auch mit Blick auf die Angehörigen.

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