Torhaus: Spatenstich im Juli geplant

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 So soll das Torhaus im Neubaugebiet Thiergarten aussehen, dessen Spatenstich im Juli nach langer Verzögerung erfolgen soll.
So soll das Torhaus im Neubaugebiet Thiergarten aussehen, dessen Spatenstich im Juli nach langer Verzögerung erfolgen soll. (Foto: Visualisierung: Wohnbau)
Sabine Krauss
Redakteurin

Nach langer Verzögerung soll beim geplanten Torhaus im Neubaugebiet Thiergarten im Juli endgültig der Spatenstich erfolgen. Vorübergehend auf Eis liegen derweil die Pläne zur Bebauung des Bolzplatzes in der Tuttlinger Nordstadt. Unsere Zeitung hat nachgehakt, was aus einigen angekündigten Wohnbau-Projekten geworden ist.

Torhaus

Lange geplant, umfänglich diskutiert, viel Gegenwind: Beim sogenannten Torhaus im Neubaugebiet Thiergarten soll es vor den Sommerferien endgültig losgehen. Wenn alles rund läuft, könnte der Bau noch im Jahr 2020 fertig werden, schätzt Wohnbau-Chef Horst Riess. „Damit sind die Wohnungen fast fünf Jahre später fertig als geplant“, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Gegen die ursprünglichen Pläne des als „stadtbildprägend“ angekündigten Gebäudes hatte es massiven Protest vieler Anwohner gegeben. Sie hatten Einwände gegen das ursprünglich siebengeschossig geplante Bauwerk samt Penthouse-Wohnung erhoben. Die Pläne hatten daraufhin abgeändert werden müssen und erhielten vor knapp einem Jahr die Zustimmung der Gremien.

Gebaut wird nun ein zweigeschossiges Gebäude, in das ein dreigruppiger Kindergarten einziehen wird sowie ein fünfgeschossiger Teil, der aus Wohnungen bestehen wird.

Er habe nichts gegen Bürgerbeteiligung, sagt Riess. Doch: „Jedes Jahr Verzögerung bedeutet eine Preissteigerung von vier bis fünf Prozent“, sagt er. Im Fall Torhaus habe die Bürgerbeteilung das Verfahren zu Ungunsten der Kosten in die Länge gezogen.

Bolzplatz Nordstadt

Die Pläne zur Bebauung des Bolzplatzes in der Tuttlinger Nordstadt liegen derzeit „auf Eis“, wie Riess sagt. Im vergangenen Herbst hatte die Wohnbau Pläne vorgestellt, auf dem Gelände drei Mehrfamilienhäuser mit rund 35 Wohnungen bauen zu wollen. Daraufhin hatte es Proteste etlicher Bürger gegeben.

„Es macht keinen Sinn, mit der Brechstange zu kommen“, sagt Wohnbau-Chef Horst Riess. Man werde die Planungen aber alsbald wieder aufnehmen. Von der Stadtverwaltung habe er mittlerweile die Anregung erhalten, anstelle dreier Mehrfamilienhäuser über den Bau von Reihenhäusern nachzudenken, so Riess.

Das Gelände gehört aktuell noch der katholischen Kirche, die einen Teil an die Wohnbau veräußern möchte. Das dem katholischen Kindergarten Bruder Klaus zugewandte Areal soll in kirchlichem Besitz bleiben. Diese hatte bereits angekündigt, sich vorstellen zu können, den Bolzplatz in diesen Teil zu verlagern.

Die katholische Kirche hatte den Wunsch geäußert, dass der Neubau nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch einem sozialen Zweck dienen soll.

Stuttgarter Straße

Seit über zwei Jahren laufen die Gespräche und Verhandlungen zwischen der Wohnbau und einer privaten Erbengemeinschaft, die entlang der Stuttgarter Straße ein großes, unbebautes Hanggrundstück besitzt. Nun hat die Wohnbau bei der Stadtverwaltung eine Bauvoranfrage eingereicht, die prüfen soll, ob das Gelände voll erschlossen ist. Zwischen den bereits bestehenden Gebäuden Nummer 138 und 144 sind ein oder zwei große Mehrfamilienhäuser mit je rund 35 Wohneinheiten denkbar, sagt Riess. Nicht bebaut werden soll jedoch der obere Teil des Hanggrundstücks, die Erschließung sei zu kompliziert, hieß es.

Schafrain

Bis zum Jahr 2020 fertig sind hingegen zwölf Wohnungen in einem dreigeschossigen Gebäude, die derzeit in der Goethestraße/Ecke Lessingstraße entstehen.

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