Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern stellt Spielbetrieb ein

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 Günther Stickel, Vorsitzender des TTC Tuttlingen
Günther Stickel, Vorsitzender des TTC Tuttlingen (Foto: privat)

„Der Spielbetrieb ist mit sofortiger Wirkung ausgesetzt“: Diese Mitteilung hat die Tischtennisvereine des Landes am Freitag erreicht. So folgt der Tischtennissport fast allen anderen Sportarten.

Noch bis Donnerstagabend hatte es geheißen, dass gespielt werden kann. Absagen wegen des Corona-Vvirus sollen zwar nicht finanziell sanktioniert werden, doch war geplant, die Spiele für jene Mannschaften mit 0:9 zu werten, die nicht antreten. Die Kehrtwende des Verbands kam am Donnerstagabend – wohl auch beeindruckt durch die Dynamik, mit der sich am Donnerstag die Situation in der deutschen Sportlandschaft veränderte. Nun soll bis zum 17. April pausiert werden, um dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Betroffen ist der gesamte Pokalspielbetrieb, der Punktspielbetrieb bis einschließlich hoch zur Verbandsliga in der Region Württemberg-Hohenzollern, der Punktspielbetrieb bis einschließlich hoch zur Badenliga in der Region Südbaden sowie der Individualspielbetrieb. Damit fällt auch das Heimspiel des TTC Tuttlingen gegen den VfL Sindelfingen aus am Samstag aus. Auch entschied sich der Verein dafür, das Jugendtraining bis auf weiteres ausfallen zu lassen.

Die Tuttlinger hatten bereits während der Woche das Geschehen aufmerksam verfolgt, stellen sich doch mit der absehbaren Unterbrechung des Spielbetriebs viele Fragen. Eigentlich ist die Saison vorbei, wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden soll. Gelingt es tatsächlich, die Saison bis weit in den Mai hinein zu verlängern? „Wir haben eine ziemlich lange Sommerpause, da gibt schon etwas Luft“, sagt der TTC-Vorsitzende Günther Stickel. Abgesehen davon kann er sich aber nicht vorstellen, dass die Pandemie bis dahin so weit abgeklungen ist, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs nach Ostern möglich ist. Daher geht man im Tuttlinger Lager eher davon aus, dass die lange Sommerpause bereits begonnen hat.

Nun stellt sich auch die Frage, ob der bisherige Tabellenstand gewertet wird für die Entscheidung über Ab- und Aufstieg. Stickel: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verband in der nächsten Saison mit der gleichen Zusammensetzung der Ligen weitermacht“, so der Vereinsvorsitzende gestern. Schließlich gebe es Vereine, die bereits jetzt die Weichen für die kommende Saison gestellt hätten: Abstiegsbedrohte Mannschaften, die sich von Spielern trennen, Aufstiegsaspiranten, die personell aufrüsten. „Ich denke, dass man das jetzige Tabellenbild nehmen könnte und auf dieser Grundlage Auf- und Abstieg regelt“, so Stickel.

Die Tuttlinger als aktueller Tabellenzweiter wären für das Relegationsturnier zum Aufstieg in die Oberliga qualifiziert. Sollte der Spielbetrieb tatsächlich ganz abgebrochen werden, wird es auch dieses Qualifikationsturnier nicht geben. Das wiederum hätte wahrscheinlich zur Folge, dass Tuttlingen in der Verbandsliga bleiben würde.

Der Verband hat sich zu diesen Fragen noch nicht geäußert, gehen die Funktionäre bis dato doch nur von einer Unterbrechung des Spielbetriebs aus. Man werde aber zeitnah informieren.

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