Tim Baur wird Deutscher Meister im CNC-Fräsen

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Tim Baur
Tim Baur (Foto: Chiron)

Alle zwei Jahre treffen sich die besten Techniktalente zu den WorldSkills Germany-Berufswettbewerben und suchen Deutschlands Meister im CNC-Drehen, CNC-Fräsen und in der Polymechanik. Der Wettbewerb fand jetzt auf der Messe AMB in Stuttgart statt. Deutscher Meister im CNC-Fräsen wurde Tim Baur, der im vierten Jahr der Ausbildung zum Industriemechaniker beim Tuttlinger Anlagenbauer Chiron ist.

Bei dem Wettbewerb geht es nicht nur darum, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und verschiedene Werkstücke nach Zeichnung zu fertigen, sondern auch die Blicke von Jury und Messepublikum auszuhalten und mit dem Zeitdruck umzugehen. Tim Baur und der angehende Zerspanungsmechaniker Fabian Hipp von Chiron stellten sich dieser Herausforderung – und zeigten gemeinsam mit vier weiteren Teilnehmern, was sie in punkto Programmierung und Bedienung moderner Werkzeugmaschinen drauf haben.

Vorbereitung begann im Frühjahr

Auf den Wettbewerb vorbereitet wurden sie von Chiron-Ausbildungsleiter Herbert Mattes. Bereits im Frühjahr begann die heiße Phase mit Einführung in das CAD-CAM-System, mit Schulungen an den Wettbewerbsmaschinen, Werkzeugen und Spanmitteln. Im Juni und Juli standen zwei Vorentscheide an – nur sechs von 19 Teilnehmern konnten das Ticket zu den WorldSkills Germany lösen und dort um einen Platz bei der Weltmeisterschaft der Berufe 2019 im russischen Kazan kämpfen.

Die Teilnehmer mussten drei verschiedene Prüfungsmodule abliefern: ein Aluminiumteil, ein Stahlteil mit drei zu bearbeitenden Seiten und ein Stahlteil mit zwei Seiten. „Für jede Aufgabe gab es ein bestimmtes Zeitfenster. Das war für mich der schwierigste Part“, betont Baur. Die Teilnehmer bekamen eine Zeichnung und mussten dann mit einem CAD-CAM-System das Teil konstruieren und die Werkzeugwege programmieren. Danach kamen das Einrichten der Werkzeuge an der Fertigungsmaschine und die maschinelle Bearbeitung. „Das alles musste gut durchdacht sein und korrekt ausgeführt werden, denn Form und Maße waren vorgegeben, der Toleranzbereich begrenzt. Ich bin froh, dass sich die Anstrengungen ausgezahlt haben und ich im August 2019 zur Weltmeisterschaft fliegen darf “, sagt er.

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