Teams der Donautal-HSG wollen Heimvorteil nutzen

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 Die Handballer der HSG Retheim-Weilheim (blau), hier im Derby bei der HSG Baar, hoffen mit einer besseren Abwehrleistung am Sam
Die Handballer der HSG Retheim-Weilheim (blau), hier im Derby bei der HSG Baar, hoffen mit einer besseren Abwehrleistung am Samstag gegen den TV Weilstetten II auf einen Heimsieg. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Heimspielwochenende in Mühlheim: Mit beiden Handball-Württembergliga-Mannschaften geht die HSG Fridingen/Mühlheim daheim auf Tore- und Punktejagd. Die Männer treffen auf den SKV Unterensingen, die Frauen auf Spitzenreiter TV Reichenbach. In der Landesliga Männer ist im Derby zwischen dem TV Aixheim und der HSG Rottweil Spannung geboten. Zeitgleich spielt Rietheim-Weilheim daheim und die HSG Baar in Altensteig. Das Frauenteam der HSG Baar ist bei Schlusslicht TV Rottenburg favorisiert, die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen ist spielfrei (beide Landesliga Frauen).

Württembergliga Süd Männer

HSG Fridingen/Mühlheim – SKV Unterensingen (Samstag, 20 Uhr; Sporthalle Mühlheim/ Hinspiel: 23:24). Fridingen/Mühlheims kommenden Gegner SKV Unterensingen fällt in dieser Spielzeit mit vielen wechselhaften Ergebnissen auf, durch die nach 17 Spielen eine ausgeglichene Bilanz von 17:17 und Platz acht zustande kommt. Nach der deutlichen 25:36-Heimpleite gegen die HSG Ostfildern nimmt auch der Druck nach dem Abrutschen auf Platz acht etwas weiter zu – denn für Unterensingen könnte mit einem weiteren Punktverlust der Abstand zu den Plätzen mit dem Ticket für die eingleisige Württembergliga anwachsen. Für die Donautal-HSG gilt es, nach unten Abstand zu gewinnen. „Es ist ein wichtiges Spiel vor der zweiwöchigen Pause“, sagt Co-Trainer Ibrahim Parlak und stellt klar: „Wir wollen mit dem Landesliga-Abstieg nichts zu tun haben.“ Sollte das der Fall sein, würde die HSG in der kommenden Runde wohl in die neue Verbandsliga eingeteilt werden, woran man mit weiteren Punktgewinnen arbeiten will. Wieder mit dabei sein wird Matthias Hipp, dessen Sperre nach zwei Partien abgelaufen ist.

Württembergliga Süd Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim – TV Reichenbach (Samstag, 18 Uhr; Sporthalle Mühlheim/ 20:21). Nach den Spielen gegen den TV Weilstetten (31:30) und die TG Nürtingen II (26:31) steht der HSG Fridingen/Mühlheim mit Tabellenführer TV Reichenbach ein weiteres Spitzenteam der Liga gegenüber. Im Hinspiel im Dezember behielt der TVR knapp die Oberhand. Fridingen/Mühlheims Trainer Frank Rohrmeier stellt seine Mannschaft auf einen eingespielten, körperlich starken Gegner mit „der vielleicht kompaktesten Abwehr, auch von der Breite her gesehen“ ein, der dadurch auch von der Bank neue Impulse ins Spiel bringen kann. Neben dem guten Tempospiel zeichne Reichenbach die Flexibilität in der Offensive aus. „Wir kennen die Stärken von unserem Gegner, aber auch unsere eigenen Stärken. Wir werden keine Geschenke verteilen“, sagt Rohrmeier mit Vorfreude auf das Heimspielwochenende der HSG-Mannschaften. Die Donautal-HSG wird eine Top-Leistung benötigen, um Reichenbach (26:6-Punkte) nach sechs Siegen in Serie das erste Mal wieder Punkte abzunehmen. Nach diesem Spieltag könnte es wieder einen anderen Tabellenführer geben.

Landesliga Männer

TV Aixheim – HSG Rottweil (Samstag, 19.30 Uhr; Sporthalle Aldingen/ 15:23). Aixheim und Rottweil spielen nach dem gemeinsamen Aufstieg das zweite Jahr in Folge in der Landesliga. In der Vorsaison wurde der TVA Fünfter, die Mannschaft aus Rottweil Siebter. Aktuell sind die Rottweiler (8:24-Punkte) in den Abstiegskampf verwickelt. Aixheim steht zwar nur einen Rang weiter oben, hat aber eine Bilanz von 13:21. Trainer Holger Hafner fordert von seiner Mannschaft die entsprechende Einstellung und Dagegenhalten. „Rottweil ist besser aufgestellt als im Hinspiel und hat gut mitgehalten gegen Ober-/Unterhausen. Die Mannschaft wirkt deutlich gefestigter“, so Hafner, der schon vor dem Hinspiel hervorhob, die HSG sei besser als es die Tabelle wiedergebe. Bei der starken SG O/U musste sich das Team von Jochen Barth zuletzt erst nach einer Schwächephase geschlagen geben (25:33). Im Oktober hat seine Mannschaft in der Doppelsporthalle ein 23:15-Derbysieg verbucht. Hafner: „Wir müssen mehr ins Tempo kommen als gegen Reutlingen und an das Spiel in Altensteig anknüpfen. Wenn wir uns den Schneid abkaufen lassen, wird das zu Hause nichts.“ Probleme sieht der Coach der Grün-Weißen bei den Gästen womöglich in der Verunsicherung und der Nervosität, was eine Folge der vielen ernüchternden Ergebnisse sein wird. Torhüter Frank Plaumann wird wieder dabei sein.

HSG Rietheim-Weilheim – TV Weilstetten II (Kreissporthalle Tuttlingen/ 16:32). Die Formkurven dieser beiden Mannschaften gingen vor dem direkten Duell in der Rückrunde zuletzt weit auseinander. Die HSG Rietheim-Weilheim (8:26-Punkte) steckt weiterhin als Vorletzter im Tabellenkeller fest, aus dem sich der TV Weilstetten II im neuen Jahr mehr und mehr befreien konnte. Auf die Niederlage bei der HSG Rottweil (23:26) folgten drei Siege des jetzigen Tabellenachten (17:17). Der Heimsieg gegen Tabellenführer TSV Köngen (32:29) vor einer Woche war die größte Überraschung und passte zum Aufwärtstrend. Bei den Gastgebern weiß man, dass in der aktuellen Lage vor allem Heimspiele mit der Unterstützung der Anhänger wichtiger denn je sind, um in den kommenden Wochen zwei Mannschaften hinter sich zu lassen. Die Vorzeichen sind, was das Personal betrifft, nicht gut: Niklas Vorwalder (Bänderriss), Dorian Sauer, Florian Buschle (beide krank) und Thomas Aicher (Urlaub) fallen aus, teilt Gunter Haffa, sportlicher Leiter der HSG, mit. Auch der Einsatz von Rückraumspieler Till Oeschger (Entzündung im Auge) ist unwahrscheinlich.

TSV Altensteig – HSG Baar (Eichwaldhalle Altensteig/ 27:31). Den großen Druck, im Kampf gegen den Abstieg punkten zu müssen, hat die HSG Baar im Moment nicht. „Wir versuchen, das positive Gefühl mitreinzunehmen“, sagt Trainer Martin Irion vor der schweren Auswärtsaufgabe, bei der man einen „Sahnetag“ benötige. Vergangene Saison trennten diese beiden Mannschaften noch zwei Ligen. Der TSV stieg etwas überraschend aus der Württembergliga ab, die HSG souverän aus der Bezirksliga auf. Im Hinspiel überraschte die HSG Baar mit einem 31:27-Heimsieg und wird nach dem 32:27-Derbysieg über Rietheim-Weilheim mit viel Selbstvertrauen auch im Rückspiel um Zählbares kämpfen. Die körperlich starken Gastgeber starteten mit drei Siegen ambitioniert und erfolgreich in die Rückrunde. Den Sprung auf Platz vier verpasste Altensteig (19:15-Punkte) durch die jüngste Niederlage beim VfL Pfullingen II (31:38). „Wir müssen sehr offensiv decken“, so Irion, der damit den wurfgewaltigen TSV-Rückraum in Schach halten will und die Deckung im Vergleich zur Vorwoche umstellen muss.

Landesliga Frauen

TV Rottenburg – HSG Baar (Sonntag, 17 Uhr; Volksbank Arena Rottenburg/ 38:21). Der gastgebende TV Rottenburg hat jedes seiner bislang 13 Saisonspiele verloren, steht daher mit 0:26-Punkten am Tabellenende und wird nach einem Jahr Landesliga wohl schon wieder die Segel streichen müssen. Im Aufsteiger-Duell ist die personell komplett besetzte HSG Baar (13:11-Punkte) zu Gast, die ihren Platz im vorderen Mittelfeld bestätigen möchte. „Die Aufgabe ist ganz klar, einen weiteren Sieg einzufahren“, sagt HSG-Trainer Oliver Ulrich vor dem Spiel. Verbessern will man vor allem die eigenen Fehler im Angriffsspiel. Nach einer guten Trainingswoche strebt die HSG Baar am Sonntag weitere zwei Punkte an.

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