SV Gosheim gewinnt dank Elter-Treffer

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Im ersten Gruppenspiel wurde Gastgeber SV Gosheim (rechts) vom Vorjahresfinalisten FC Reichenbach noch 0:1 in die Knie gezwunge
Im ersten Gruppenspiel wurde Gastgeber SV Gosheim (rechts) vom Vorjahresfinalisten FC Reichenbach noch 0:1 in die Knie gezwungen. Anschließend steigerte sich der Titelverteidiger und gewann gegen den SV Bubsheim erneut den SVG-Cup. (Foto: HKB)
Schwäbische Zeitung
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Mission erfüllt: Der SV Gosheim hat seinen Titel beim 6.SVG-Cup verteidigt. Im Finale setzte sich der Ausrichter gegen den SV Bubsheim 2:1 durch. Den dritten Platz sicherte sich der BSV Schwenningen, der die zweite Gosheimer Mannschaft mit einem 2:0 in die Schranken verwies.

„Wir waren heiß, den Titel zu verteidigen“, sagte der Gosheimer Spieler Marc Marquart nach dem erneuten Triumph des SVG. Seine Mannschaft, die im ersten Turnierspiel gegen Vorjahresfinalist FC Reichenbach 0:1 verlor, habe „sich von Spiel zu Spiel gesteigert“. Und war in den Endrundenpartien auf den Punkt rechtzeitig in Höchstform.

Elter entscheidet mit seinen Toren Halbfinale und Finale

Vor allem Marius Elter. Schon das Halbfinale gegen die eigene zweite Mannschaft (2:1) hatte er kurz vor dem Ende der zehnminütigen Spielzeit entschieden. Gegen Bubsheim baute er nach dem Führungstreffer von Sebastian Nann den Vorsprung zum 2:0 vorentscheidend aus. Für den SVB konnte Andreas Messmer mit einer schönen Direktabnahme nur noch zum 1:2 verkürzen.

Starke Bubsheimer sind nur kurz traurig

Trotz der Finalniederlage war Bubsheims Spielertrainer Paul Ratke nicht enttäuscht. Seine Mannschaft zeigte am zweiten Turniertag starke Auftritte in Serie, gewann bis zum Endspiel alle Partien. „Im ersten Augenblick ist man traurig. Aber es haben sich die beiden besten Mannschaften des Turniers gegenüber gestanden. Und wie beim EM-Sieg von Portugal kann es passieren, dass in der K.o.-Phase nicht die vorher beste Mannschaft gewinnt“, meinte der Bubsheimer.

Spätestens mit dem klaren 3:0 im Halbfinale über Landesligist BSV Schwenningen hatte der Bezirksliga-Aufsteiger seine Ambitionen unterstrichen. Nach einer abwartenden Anfangsphase zeigte der SVB seine spielerische Klasse. Tim Dreher, der die Bubsheimer Mannschaft am Sonntag verstärkt hatte, sorgte nach 104 Sekunden für die Führung. In der Folge investierte die höherklassigen Schwarzwaldstädter mehr und ermöglichten den Gelb-Schwarzen die Räume. Otto Waal und Andreas Messmer machten mit einem Doppelschlag in der siebten Spielminute den Sack bereits zu. Schwenningen gelang durch Torjäger Dimitri Stroh, der mit 15 Treffern als bester Schütze des Turniers ausgezeichnet wurde, nur noch der späte Anschlusstreffer.

Im zweiten Halbfinale hatten die Zuschauer eine Partie gesehen, die auch eines Endspiels würdig gewesen wäre. Der SV Gosheim I traf im Vereinsduell auf die zweite SVG-Auswahl. In einem intensiven Spiel, das nur sehr selten unterbrochen war, schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Den Führungstreffer von Patrick Decker konnte Matteo Winker noch ausgleichen. Auf das späte Tor von Elter fand Gosheim II dann keine Antwort mehr. Die Schadenfreude gegenüber den Vereinskameraden hielt sich dann in Grenzen. „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben“, so Elter. Wichtiger sei aber gewesen, dass die Gosheimer Mannschaften im Halbfinale direkt aufeinander getroffen wären. „Damit war klar, dass wenigstens eine Mannschaft im Finale dabei ist.“ Gosheim I erreichte dank Elter das Finale. Der Ausgang ist bekannt.

Schwenningens Stroh sichert sich Torjägerkanone

Als ein Gewinner hatten sich die Gastgeber bereits im Spiel zuvor präsentiert. Im letzten Gruppenspiel verweigerte der Schiedsrichter dem TSV Nusplingen in der Schlusssekunde den Ausgleich. Erst auf die Intervention von Gosheims Trainer Markus Federle und einiger seiner Spieler wurde das 2:2 anerkannt. „Der Ball war deutlich drin. Der Schiedrichter konnte es nicht sehen, weil unser Torhüter darauf lag“, sagte der SVG-Coach, dessen Team zu diesem Zeitpunkt bereits das Halbfinale sicher hatte.

Neben Schwenningens Dimitri Stroh, der für 15 Tore als Torschützenkönig geehrt wurde, wurde auch Sebastian Wolf ausgezeichnet. Der Schlussmann von Kreisligist SG Dürbheim/Mahlstetten hatte sich mit seinen Paraden den Titel des besten Turnierspielers verdient.

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