Stadtwerke Tuttlingen rechnen mit Preiserhöhungen

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 Die SWT werden wohl um eine Preisanpassung nicht herumkommen
Die SWT werden wohl um eine Preisanpassung nicht herumkommen (Foto: Jens Büttner)
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Steigende Strompreise machen den Stadtwerken Tuttlingen (SWT) zu schaffen. Die Netzentgelte für den Transport von Strom gehen nach oben. „Das wird kein einfaches Jahr“, sagte Geschäftsführerin Branka Rogulic im Gemeinderat im Ausblick auf 2020. So wie es aussieht, werden die SWT um eine Preisanpassung nicht herumkommen.

Momentan stellen die SWT hausintern Berechnungen an. Denn alle drei Komponenten, die den Energiepreis für den Endkunden bestimmen, „sind für das Jahr 2020 deutlich angestiegen“, so die Pressestelle der SWT auf Nachfrage dieser Zeitung: die Netzentgelte, staatliche Abgaben und Umlagen sowie Kosten für die Energiebeschaffung, Vertrieb und Abrechnung.

Wie der voraussichtliche Erhöhung ausfallen wird, darüber gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen. Bereits zum Juni 2019 hatte der Energieversorger die Preise angehoben. Im Tarif „Grund- und Ersatzversorgung“ gingen die Kosten pro Kilowattstunde von 29,88 Cent brutto auf 31,07 Cent nach oben.

Die staatlich regulierten Netzentgelte fließen in die Kalkulation der Strom- und Gasanbieter ein und schlagen sich so indirekt in der Jahresrechnung der Endkunden nieder. So hat zum Beispiel Netze BW bereits angekündigt, dass die Kosten für den typischen Haushaltsanschluss (4000 kWh/Jahr) um rund 7,6 Prozent zum kommenden Jahr steigen werden.

„Netzentgelte muss jeder Energielieferant zahlen“, erklärt die SWT. Dies gilt sowohl für fremde Lieferanten, wenn die Stadtwerke Tuttlingen zum Beispiel Kunden in einem anderen Netz in Rottweil oder Konstanz beliefern, aber ebenso für die Netze, die er selbst betreibt. „Das mag im ersten Moment kurios erscheinen, ist jedoch eine Folge der Liberalisierung“, stellen die SWT klar. Dies hat dazu geführt, dass Netzbetrieb und Eigenbetrieb als getrennte Geschäftsbereiche geführt werden.

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