Stadthalle bietet sechs Theaterabende an

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Das Ensemble Familie Flöz spielt „Dr. Nest“.
Das Ensemble Familie Flöz spielt „Dr. Nest“. (Foto: Valeria Tomasulo)
Schwäbische Zeitung

Theaterabos können zu Preisen zwischen 90 und 122 Euro für alle sechs Vorstellungen bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox, Telefon 07461 / 91 09 96, gebucht werden. Ebenso Einzelkarten für alle Theaterabende sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen Rottweil, Villingen-Schwenningen und Tuttlingen sowie unter

www.tuttlinger-hallen.de

Mit einem interessanten Angebot für Theaterfreunde und alle, die es werden wollen, geht die Stadthalle Tuttlingen im Oktober in ihre 17. Spielzeit: Sechs Theaterabende umfasst das Abo für die Saison 2017/2018, außerdem steht Goethes „Faust“ als Sonderveranstaltung auf dem Programm.

Das Theaterprogramm der Stadthalle Tuttlingen für die neue Spielzeit verspricht eine Mischung aus Unterhaltsamem, Nachdenklichem und Ernstem. Los geht es am Donnerstag, 25. Oktober, mit „Monsieur Claude und seine Töchter“. Das a.gon Theater München wagt sich wieder an die Bühnenadaption eines Kinohits. Die Multi-Kulti-Familienkomödie, die 2014 über 20 Millionen Zuschauer fand, bewährt sich auch auf der Bühne: Sie behält den leichten Ton des Films bei, spielt mit viel Dialogwitz gekonnt mit Vorurteilen und zündet souverän ein Pointenfeuerwerk. Das 13-köpfige Ensemble liefert auf sympathische und humorvolle Weise Denkanstöße für Toleranz und ein friedliches Miteinander.

Am Sonntag, 9. Dezember, kommt mit „Dr. Nest“ großes Theater auf die Bühne: Eine Parabel auf das Seelenleben des Menschen, gespielt mit Masken und ohne Worte, nennt das weltweit gefeierte Ensemble Familie Flöz, Berlin, seine neue Produktion, in der es die Grenzen von Vernunft und Wahnsinn auslotet. Dem neuen Chef einer abgelegenen Nervenheilanstalt kommen bald Zweifel am eigenen Verstand. Die feine Linie zwischen normal und nicht normal, zwischen bewusst und getrieben, zwischen gesund und krank verblasst vor seinen Augen.

Am Dienstag, 22. Januar 2019, folgt – nur vier Tage nach der Premiere in München - das Theaterstück „Helden zeugen“: Das Münchener Ensemble Theaterlust bringt eine musikalische Kinderwunschbehandlungs-Komödie auf die Bühne. Starautor John von Düffel lässt in einer Kinderwunsch-Praxis vier Menschen aufeinander treffen: Michaela und Michael, ein Vorzeigepaar, das sich sehnlichst ein Kind wünscht. Simone, deren Mutter unbedingt einen Enkel will, die aber gerade den dafür vorgesehenen Mann entsorgt hat, und Friseur Sandro, der es ziemlich cool findet, sein Sperma zu spenden.

„Die Glasmenagerie“, das melancholische Familiendrama von Tennessee Williams, kommt am Dienstag, 19. März 2019, in der Inszenierung von Theater und Komödie am Kurfürstendamm, Berlin, nach Tuttlingen. Unter der Regie von Katharina Thalbach spielen sowohl Katharinas Tochter Anna (Max-Ophüls-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin 1993) als auch Enkelin Nellie in dem Stück, mit dem Williams 1944 der Durchbruch gelang. Die stark autobiografisch geprägte Handlung, die der US-Autor kongenial in die politische Zeitgeschichte einfügte, erzählt die Lebensgeschichte von Amanda Wingfield (Anna Thalbach), die mit ihren beiden erwachsenen Kindern Tom (Louis Held) und Laura (Nellie Thalbach) in einer kleinen Wohnung in St. Louis lebt.

Am Donnerstag, 25. April 2019, kommt das Landestheater Schwaben, Memmingen, mit William Shakespeares „Hamlet“ zum ersten Mal in die Stadthalle Tuttlingen. Prinz Hamlet, Shakespeares wohl berühmteste und schillerndste Figur, zeigt die Inszenierung als einen Suchenden und Fanatiker, einen existentiell Getriebenen und Liebessehnsüchtigen zugleich.

Den Saisonabschluss bildet am Freitag, 24. Mai 2019, eine Komödie: Das Tournee-Theater Thespiskarren bringt mit „Willkommen bei den Hartmanns“ ein Theaterstück, für das der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2016 (mit Senta Berger, Heiner Lauterbach und anderen) die Vorlage lieferte. Zur erstklassigen Besetzung zählen unter anderem Antje Lewald („Tatort“, „Der Lehrer“ und Felix Frenken.

Neben dem Theater-Abo mit seinen sechs Stücken bietet die Stadthalle Tuttlingen mit Johann Wolfgang von Goethes „Faust- Der Tragödie erster Teil“ (am 3. Dezember vom Landestheater Württemberg-Hohenzollern aus Tübingen/Reutlingen), noch einen Klassiker außerhalb des Abos an. Ab dem Schuljahr 2018/19 ist „Faust“ wieder Abiturthema in Baden-Württemberg.

Theaterabos können zu Preisen zwischen 90 und 122 Euro für alle sechs Vorstellungen bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox, Telefon 07461 / 91 09 96, gebucht werden. Ebenso Einzelkarten für alle Theaterabende sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen Rottweil, Villingen-Schwenningen und Tuttlingen sowie unter

www.tuttlinger-hallen.de

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