Stadt zeichnet erfolgreiche Sportler aus

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 Die mit Gold Geehrten.
Die mit Gold Geehrten. (Foto: Fotos: Simon Schneider)
Simon Schneider

Mit Gold, Silber und Bronze sowie zahlreichen Sonderpreisen – auch für Denksport – hat die Stadt Tuttlingen ihre erfolgreichsten Sportler am vergangenen Samstagabend geehrt.

Und die allermeisten der 49 Einzelsportler, 14 Mannschaften und elf Schüler des Schülerforschungszentrums versammelten sich mit Eltern und Freunden bei der Sportlerehrung in der vollbesetzten Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck hob in seiner Ansprache zunächst den Profi-Triathleten Valentin Wernz hervor, der es laut Beck innerhalb weniger Jahre in die Weltspitze des Triathlons geschafft habe und derzeit bei verschiedenen Weltcups wichtige Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr sammelt. „Er ist auf dem Sprung nach Olympia, und es würde uns sehr freuen, wenn wir dort nach vielen Jahren des Wartens wieder einen Athleten aus unserer Sportgemeinde aus Tuttlingen am Start hätten“, sagte Beck vor rund 350 Gästen.

Ebenso erwähnte er den aus Tübingen stammenden Finn Koch, der im Extremsport eine Expedition nach Peru unternahm und den 5830 Meter hohen Berg Taulirajya bestieg. Er selbst bezeichnete im Interview mit Moderator Andreas Wurm diese Aktion als sein bisher „größtes Abenteuer“.

Beck ist sich sicher, dass der 2,5 Millionen Euro teure „Cube“, die neue Sporthalle der Karlschule, mit dem Schulsport und dem Breiten- und Freizeitsport „genau den richtigen Zweck“ erfülle. Ebenso dankte er dem Frauenhaus und den Sportvereinen, die das Projekt „Laufend gegen Gewalt“ unterstützen, ein Bündnis, das sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt.

Beim Ausblick auf dieses Jahr sprach er die Sanierung des Basketball-Platzes im „Umläufle“ an, der im Mai fertiggestellt werden soll. Auf dem Gelände soll zudem im gleichen Monat ein „Streetworkout-Platz“ fertiggestellt werden. Die leichtathletischen Anlagen in Möhringen sollen im Anschluss „auf Vordermann“ gebracht werden. In Angriff nehme die Stadt im Herbst die Bewässerung des Rasens auf dem Sportplatz „Häldele“ in Nendingen. Die Sportinfrastruktur sei damit in der Stadt gut aufgestellt. Das sieht auch der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, Ulrich Trommer, so.

Als „Stiller Held“ darf sich auch seit Samstagabend Rolf Henning bezeichnen. Er erhielt die Plakette für besondere Leistungen im Sport und der olympischen Idee und damit eine Auszeichnung der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG). Unter anderem ist er seit 2008 Fachverbandsvertreter im Ringen im Sportkreis Tuttlingen, dort stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Vereinigung „Ehemaliger Ringer der Region Schwarzwald-Bodensee“.

Anerkennungspreis verliehen

Sabine Mattes und Karl-Otto Mayer von der Turngemeinde sowie Ralf Forster vom Schneeschuhverein erhielten den Sport-Anerkennungspreis, Mathias Schöllhammer von der Tuttlinger Sektion des Deutschen Alpenvereins würdigte die Stadt mit dem Sport-Ehrenpreis. Moritz Eisold und Anna Schall von der LG Tuttlingen-Fridingen freuten sich über den Jugend-Sportförderpreis.

Der Fachbereich Schulen, Sport und Kultur der Stadt Tuttlingen erhielt zum Abschluss an die Sportlerehrung für ihre 50-jährige DOG-Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel „Jubilare“ von der DOG.

Für die passende Unterhaltung zwischen den Ehrungen sorgten lautstark „Die Percunauten“ der Musikschule Tuttlingen und wenig später David Schnabel, der mit seiner Bike-Show nicht nur einen waghalsigen Handstand auf dem Rad meisterte. Der größte Applaus gehörte den „TwinSpins“ aus Berlin mit der Diabolo-Show. Das Duo verzückte die Gäste mit beeindruckenden Tricks, die sie mit mehreren und leuchtenden Diabolos umsetzten.

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