Stadt und Bürger sprechen über das Gesicht Möhringens

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 Bei einem Workshop in Möhringen haben Stadtvertreter und Bürger Ideen für die geplante Ortskernsanierung entwickelt.
Bei einem Workshop in Möhringen haben Stadtvertreter und Bürger Ideen für die geplante Ortskernsanierung entwickelt. (Foto: Manger)
Stefan Manger

Drei Fragen haben beim Möhringer Bürger-Workshop im Vordergrund gestanden: „Was macht das Möhringer Ortsbild aus?“, „Wie finden die Bürger die angedachten Leitlinien der Stadt?“ und „Wie skizzieren sie ein Haus, das künftig in Möhringen stehen könnte?“ Denn Möhringen will seinen Ortskern sanieren. Und die Stadt will ihre Bürger von Anfang an miteinbeziehen.

„Wir wollen, dass das Städtle in der Stadt bleibt und es nachhaltig erhalten bleibt“, sagte der Erste Bürgermeister Emil Buschle beim Workshop-Treffen am Dienstagabend in der Anton-Braun-Grundschule. Die Stadt Tuttlingen stehe zum Wort, Großes in Möhringen zu machen. „Wir müssen Möhringen und die Stadt dabei als Gesamtkomposition betrachten“, meinte Buschle. Das Liebenswerte des Ortes solle außerdem lebenswert für die Möhringer gemacht werden.

Zu diesem Zweck soll etwa das Satteldach erhalten bleiben, sowie einige Regelungen für Dachaufbauten gesetzt werden. Die Höhe von Häusern dürfe hingegen für Häuslebauer frei wählbar bleiben. Auch untergeordnete Nebenanlagen, wie Garagen, und Anbauten sollen zulässig sein.

Sockel und Erdgeschoss sollen weiterhin – wie für Möhringen typisch – baulich hervorstechen. Farblich soll von gedeckten Farben bis hin zu Akzenten in Gelb, Rot oder Grün alles möglich sein. Die Stadt wolle aber Putzfassaden mit Holzanteil empfehlen. Besondere Gestaltungsmöglichkeiten soll es etwa für Schulen, Kindergärten, das Rathaus und die Kirche geben.

Der neue Möhringer Ortsvorsteher, Günter Dreher, sagte, dass sie Regeln für die Entwicklung aufzeigen wollen - zum Wohl der Bürger. Allerdings sei ebenso wichtig, keine Investoren vom Hauskauf abzuschrecken, die durch zu strenge Regeln möglicherweise die Sanierung scheuen könnten. Dreher möchte weiterhin Bürger ermutigen ihre Ideen im Rathaus einzubringen. Ein weiterer Workshop ist derzeit nicht geplant – und ungewiss, ob es ein weiteres Treffen geben wird.

Denn zu diesem Workshop sind lediglich rund zehn Bürger gekommen. Sie haben den Ideen der Stadt und des Planungsbüros überwiegend zugestimmt. In die Leitlinien sollen ihre Anregungen jetzt eingearbeitet werden. Die Ergebnisse werden nach Angaben der Stadt in einer Broschüre zusammengefasst und sollen bis zum Jahresende vorliegen.

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