Stadt schließt Einrichtungen, Rathausbesuch nur mit Termin

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Schwäbische Zeitung

Die Stadt Tuttlingen stellt sich auf die verschärfte Corona-Lage ein: Mehrere Einrichtungen werden geschlossen, das Rathaus sollte nach Möglichkeit nur mit vorher vereinbarten Terminen besucht werden. Außerdem wird es wieder Angebote wie den Einkaufsservice für Senioren oder den Bücherbus geben.

Ab Montag treten wegen der gestiegenen Infektionszahlen zahlreiche Einschränkungen in Kraft. Neben den bundesweit einheitlichen Regelungen wie die Schließung von Restaurants oder dem Verbot von Veranstaltungen hat die Stadt Tuttlingen die Anordnungen nun für ihre Einrichtungen vor Ort konkretisiert. „Obwohl es noch keine konkrete Landesverordnung gibt, war es uns wichtig, zu überlegen, wie wir vor Ort das umsetzen, was die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten vereinbart haben“, sagt Oberbürgermeister Michael Beck in einer Pressemitteilung der Stadt. Vor diesem Hintergrund habe es sich übrigens auch gezeigt, dass es eine richtige Entscheidung war, auf die Öffnung des Tuwass zu verzichten.

Ab Montag gelten folgende Regelungen

Sie bleiben – wie die bundesweiten Vorschriften – zunächst für den ganzen November in Kraft:

  • Städtische Einrichtungen wie das Haus der Senioren, das Jugend-Kulturzentrum, die Museen, die Galerie und die Stadtbibliothek bleiben geschlossen. Da dies die Durchführung der Jahresausstellung unmöglich macht, bleibt die Galerie gleich für den Rest des Jahres geschlossen.
  • Für Senioren, die nicht persönlich einkaufen wollen, wird das Angebot des Einkaufsservices wiederbelebt. Außerdem wird die Stadtbibliothek ihren Bücherbus häufiger fahren lassen.
  • An der Musikschule wird weiter im reduzierten Rahmen unterrichtet. Dies heißt: Wo es möglich ist, wird auf online-Unterricht umgestellt. Präsenzunterricht findet nur mit strengem Hygienekonzept statt, der Ensembleunterricht entfällt. Die Kurse der Jugendkunstschule werden eingestellt.
  • Das Rathaus bleibt zwar geöffnet, allerdings werden die Bürger gebeten, nur in dringenden Fällen persönlich zu erscheinen und wenn möglich die Termine vorab zu vereinbaren. Dies geht telefonisch mit dem zuständigen Sachbearbeiter. Termine im Bürgerbüro oder im Ausländeramt können auch über die Online-Terminvergabe unter www.tuttlingen.de eingebucht werden. Weitere Abteilungen kommen ab Montag, 9. November, dazu. In den Geschäftsstellen in den Teilorten können Termine nur noch nach telefonischer Voranmeldung wahrgenommen werden.
  • Alle beratenden Ausschüsse des Gemeinderates tagen nur noch online. Die beschließenden Gremien, bei denen der Gesetzgeber eine Präsenz vorsieht, Tagen mit Sicherheitsabstand und mit Maskenpflicht im Großen Saal der Stadthalle oder der Alten Festhalle.

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