An der Kreuzung Mühlheimer Straße / Altentalstraße soll eine von drei Kamerabrücken in Nendingen für eine Verkehrszählung insta
An der Kreuzung Mühlheimer Straße / Altentalstraße soll eine von drei Kamerabrücken in Nendingen für eine Verkehrszählung installiert werden. (Foto: Simon SCHNEIDER)
Simon Schneider

Im Zuge der Fortschreibung des Tuttlinger Verkehrsmodells sollen im Ortsteil Nendingen mehrere Zählstellen eingerichtet werden sowie eine Haushaltsbefragung stattfinden, die als Grundlage für eine Bestandsaufnahme der aktuellen Verkehrssituation dient.

Wie Geschäftsstellenleiterin Petra Schramm in der Nendinger Ortschaftsratssitzung am Mittwoch betonte, soll damit eine neue Verkehrserhebung mit aussagekräftigen, statistischen Werten entstehen. Die Zählstellen würden mit hochsensibler Kameratechnik und Kamerabrücken über die Straße ausgestattet. Der Datenschutz werde dabei berücksichtigt. Geplante Zählstellen sollen an den Kreuzungen Bräunisbergstraße / Am Damm, Bräunisbergstraße / Mühlheimer Straße sowie Mühlheimer Straße / Altentalstraße liegen.

In einer zweiten Stufe komme eine Haushaltsbefragung zum Einsatz. Dadurch sollen aussagekräftige Angaben zum Mobilitätsverhalten abgefragt werden und somit die Verteilung dargestellt werden, wer beispielsweise den Weg zur Arbeit zu Fuß, mit dem Rad, im Auto oder mit den öffentlichen Verkehrswegen bewältigt und wie viele Kilometer die Person mit den jeweiligen Verkehrsmitteln zurücklegt. Sowohl die Verkehrszählung als auch die Befragung sollen noch im Oktober stattfinden.

Im Frühjahr 2020 soll zudem eine Verkehrsbefragung gemacht werden. Diese habe sich laut Schramm verzögert, weil die Verantwortlichen die Befragung im Hellen durchführen wollen. Dabei sollen Autos angehalten und die Fahrer befragt werden. Die Befragungsstelle soll beim Ortsausgang Richtung Mühlheim erfolgen. Mehrere Räte diskutierten über den Standort dieser Stelle, der noch nicht endgültig festgelegt sei.

Die Nendinger Räte stimmten den Beauftragungskosten von 84 000 Euro für das Verkehrsmodell für die Stadt Tuttlingen zu, zu dem auch die Stadtteile dazugehören.

„Die Volksbank wird umgestellt auf einen Bildschirm, sodass man mit einem Bildschirm reden kann“, verkündete Franz Schilling in der Sitzung mit Bezug auf die Nendinger Filiale und meint damit das neu eingeführte VR-Service-Interaktiv-System (kurz: VR-SISy), eine persönliche Serviceberatung per Videoübertragung in der Filiale. Die Volksbank hätte ihn dazu telefonisch kontaktiert, um einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren.

Der Ortsvorsteher lehnte diesen jedoch ab: „Ich gehe nicht auf diesen Termin. Das interessiert mich nicht“, und ließ seinem Unmut weiter freien Lauf. Die Volksbank sei weit vom „Fußvolk“ entfernt und nur die Personen unter 40 Jahre seien für sie wichtig und für alle älteren „interessiert sich die Volksbank gar nicht mehr“, so Franz Schilling. Er erinnerte daran, dass das Geldinstitut eine Bank sei, die „Volks“-Bank heiße. Daher bezeichnete er deren Vorhaben als „unmöglich“.

Gerd Rettkowski von der Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Installation dieses Serviceangebots ab dem 5. November in der Nendinger Filiale in Betrieb genommen werde. Bis Jahresende bleibe das Filialteam vor Ort und helfe bei der Eingewöhnung und dem Umgang mit diesem Angebot, wie beispielsweise dem Einscannen von Rechnungen und sonstigen Unterlagen. Danach werde laut Rettkowski das Personal der Nendinger Filiale abgezogen.

Seit August wird die Erweiterung am städtischen Kindergarten in Nendingen gebaut. Die Verglasungsarbeiten wurden bereits öffentlich ausgeschrieben. Allerdings seien die Kosten laut Stadtmitarbeiter Stefan Hermann vom Hochbau und Gebäudemanagement deutlich höher als der Kostenvoranschlag gewesen. Deshalb erfolgte eine zweite Ausschreibung mit mehreren Änderungen. Hier habe die Glasbaufirma Storz das wirtschaftlichste Angebot abgegeben mit rund 79 000 Euro. Dieser Betrag würde zwar 23 Prozent über dem Kostenvoranschlag liegen, aber sich dennoch im Budget bewegen. Die Räte stimmten der Vergabe an die Firma Glasbau Storz einstimmig zu.

Außerdem gab der Ortsvorsteher bekannt, dass die kaputten Holzplanken am Häldeleweg durch Leitplanken ersetzt werden. Die nächste Ortschaftsratssitzung wurde vom 6. November auf den 30. Oktober vorverlegt. Der Parkplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus soll 2020 überarbeitet werden. Dafür sollen Mittel im Haushaltsplan 2020 eingestellt werden. Aufgrund des Unterbaus müsse mit Kostensteigerungen gerechnet werden. Ebenso betonte Schillling, dass die Seilbahn vom Nendinger Spielplatz bis zur Generalüberholung abgebaut ist.

Auf der Sitzung wurde außerdem angedeutet, dass es erneut zu einer Vollsperrung der Landesstraße 277 zwischen Tuttlingen und Nendingen im kommenden Jahr kommen könne, da die Brücke über die Donau bei der SHW Automotive saniert werden soll. Genaueres sei noch nicht bekannt.

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