Spuren des Patrons finden sich noch heute

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Andrea Utz

Ursprünglich ist in Durchhausen der Heilige Otmar verehrt worden. Er war der Patron der alten Kirche. Er verstarb am 16. November 759 vor 1260 Jahren auf der Rheininsel Werd, wo er eine lebenslängliche Haft verbüßte.

Otmar wurde bereits in jungen Jahren die Mönchsgemeinschaft anvertraut, aus welcher sich das Kloster St. Gallen entwickelte. Er war ein charismatischer Mensch und konnte viel Gutes tun. Geboren im Jahr 689, starb er im Alter von 70 Jahren.

Im Zuge des Neubaus der Kirche „Zu den Heiligen Engeln“ wurde 1958 die „Otmarskirche“ verlassen. Und so verlor der Heilige Otmar an Bedeutung. Als dann das Pfarrhaus grundlegend saniert wurde, wurde hier ein „Otmarssaal“ eingerichtet und die Figur des Heiligen Otmar fand ein neues Zuhause. So wacht Otmar heute über viele gesellige Beisammensein in seinem Otmarsaal und sicherlich freut er sich über die regelmäßigen Treffen der Krabbelkinder besonders.

Es gibt noch mehr Spuren des Heiligen Otmar in Durchhausen: Über dem Hauseingang des ehemaligen Kellhofs, welcher Ende des letzten Jahrhunderts einem Brand zum Opfer fiel, war ein kleines Fenster eingelassen. Hier stand ebenfalls eine Otmarsfigur. Als die Familie Engesser mit ihrem landwirtschaftlichem Anwesen Richtung Schura aussiedelte, nahm die Familie die Otmarsfigur dorthin mit.

Turm knickte vor 90 Jahren ab

90 Jahre ist es her, da hat ein Sturm das Kreuz auf dem Turm der alten St. Otmarskirche abgeknickt. Und so musste damals in halsbrecherischer Aktion dieses Kreuz wieder repariert werden. Das vordere Dach der alten Kirche hatte ebenfalls einen Schaden und musste erneuert werden. Die Gesamtkosten betrugen damals 2200 Mark. Dies kann man in der Chronik der Gemeinde Durchhausen nachlesen. Das Gebäude der Otmarskirche steht heute leer und der Turm ist schon lange verschwunden.

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