Singen für Frauen in Kenia

Lesedauer: 5 Min
Mit „Oh happy Day“ und dem gemeinsamen Auftritt aller beteiligten Künstler endet der Konzertabend in der Angerhalle.
Mit „Oh happy Day“ und dem gemeinsamen Auftritt aller beteiligten Künstler endet der Konzertabend in der Angerhalle. (Foto: Claudia Steckeler)
Claudia Steckeler

Eine gute Sache unterstützen und dabei selbst noch etwas geschenkt bekommen: Beim Charity-Konzert „Voices for Kenya“ in der Angerhalle in Möhringen ist es so gewesen. Die 250 Besucher haben sich von den Musikern auf der Bühne von Beginn an begeistern lassen, so dass der Abend wie im Fluge verging.

Bernhard und Christina Schreiber, die den Verein „Women for Women – Stiftung für Frauen und Kinder in Afrika“ gegründet haben, hatten zu diesem Event bekannte Künstler eingeladen, die mit ihren Auftritten, ihrem Engagement und dem „Herzblut“ für eine super Stimmung in der Angerhalle sorgten. Jürgen Waidele & Friends (Jürgen Waidele, Keyboard/Gesang, Arno Haas, Saxophon, Alex Friedrich, Drums, Ad Schwarz, Git/Gesang, Pele Keller, Bass), heizten den Besuchern mit ihren Stücken gehörig ein und sorgten auch eindrucksvoll für die professionelle Begleitung der weiteren Künstler.

Bettina Kuhn (unter anderem Solistin der Women-For-Women-Projekt-Band) aus Donaueschingen zum Beispiel, die unter anderem mit einfühlsam gesungenen Balladen überzeugte, und mit „I’ve got no roots“ von Alice Merton die Zuschauer zu anfeuerndem Mitklatschen, zum Mitsingen und zum Mitwippen brachte. Diese forderten denn auch lautstark eine Zugabe ein, bevor das Duo Dos Mundos (Sängerin Melanie Muñoz und Gitarrist Paddy Brohmammer) für die eher leiseren Töne sorgte. Dabei kam nicht nur bei „Gracias a la Vida“ (Mercedes Sosa) Gänsehautfeeling auf. Bei einem von allen fröhlich mitgesungenen „Ole-Inferno“, so Paddy Brohammer, sprang auch der spanisch-feurige Funke über.

Rhythmisch heiß wurde es im zweiten Teil, als Jürgen Waidele und seine Musiker mit „Every breath you Take“ (von Sting) so richtig loslegten und dem Publikum mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire gehörig einheizten, es brodelte und kochte in der Angerhalle. Dann waren die Musiker gefordert, denn sie begleiteten Michael Wackerzapp aus Triberg, der mit seiner außergewöhnlichen Stimme eindrucksvoll amerikanische Gospelsongs präsentierte, zu denen das Publikum gerne den Background-Chor gab. Die Musiker waren am Nachmittag erstmals aufeinandergetroffen, um die Stücke kurz einzustudieren.

Stürmischer Applaus war ihm ebenso sicher wie dem Duo Carry & Ron. „Sie sind schon lange nicht mehr auf den Bühnen unterwegs, und sind heute nur für uns angereist“, begrüßte Bernhard Schreiber die beiden Künstler, die für ihre Konzerte fast die ganze Welt bereist hatten. „Heute engagieren sich die beiden hauptsächlich im Rahmen sozialer Musikprojekte“, erklärte Schreiber. Die beiden zogen das Publikum auch sofort mit dem Song „If tomorrow never comes“ von Ronan Keating oder dem sehr persönlichen, selbst geschriebenen emotionalen Song für Tochter Yvonne in ihren Bann. Als diese nun als Erwachsene auf der Bühne auftauchte und gemeinsam mit ihrer Mutter sang, waren alle im Saal begeistert.

Die super Atmosphäre des Charity-Konzertes fand dann einen krönenden Abschluss mit „Oh happy Day“ und dem gemeinsamen Auftritt aller am Abend beteiligten Künstler bei dem auch Ali aus Kenia an den Percussions nicht vergessen werden darf. Das Publikum war begeistert und verabschiedete sich von den Künstlern mit langanhaltendem Applaus.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen