Senioren-Zentrum Pfauenhof offiziell eröffnet

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 Der Geschäftsführer der Edelberggruppe Alexander Grunewald (Mitte) und Bauherr Rainer Rudolf (rechts) freuen sich über die Fert
Der Geschäftsführer der Edelberggruppe Alexander Grunewald (Mitte) und Bauherr Rainer Rudolf (rechts) freuen sich über die Fertiggstellung des Senioren-Zentrums Pfauenhof genauso wie Jürgen Müller vom gegenüberliegenden Orthopädiehaus. (Foto: Simon Schneider)
Simon Schneider

Die Unternehmensgruppe Haus Edelberg hat das Senioren-Zentrum Pfauenhof in Tuttlingen am Samstag offiziell eröffnet und die Einrichtung mit einem „Tag der offenen Tür“ der Bevölkerung vorgestellt.

Nach der Haussegnung durch die Pfarrer Ute Gebert und Richard Grotz begrüßte der Geschäftsführer der Haus Edelberg Unternehmensgruppe, Alexander Grunewald, die zahlreichen Gäste. Er betonte, dass er mit den anderen Trägern und Mitbewerbern in Tuttlingen ein „gutes Miteinander“ haben und keinem Träger „hineingrätschen“ wolle. Künftig soll in Tuttlingen eine Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten hergestellt werden, um ins „Gemeinwesen hineinzufinden“, sagte Grunewald, dessen Gruppe 27 Einrichtungen hat und rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt.

Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck berichtete, dass er sich mit dem Pfauenareal, wo einst die größte Brauerei der Stadt gestanden hatte, seit dem Beginn seiner ersten Amtszeit vor 16 Jahren beschäftige. Viele Investoren hätten sich für das Areal interessiert.

Er lobte den Bauherr Rainer Rudolf, der ein „wunderbares Haus“ gebaut habe. Im Rahmen seiner Jubilarbesuche habe er mehrfach im Senioren-Zentrum Pfauenhof „zufriedene Bewohner“ getroffen. „Wir als Stadt fühlen uns verantwortlich, die Netzwerke zu pflegen und zu fördern“, sagte Beck. Dazu gehöre, Jung und Alt zusammenzubringen, da beide Seiten voneinander profitieren würden. Der OB hofft, dass neben dem wirtschaftlichen Erfolg die Heimleitung genügend Mitarbeiter finden, die „fürsorglich“ mit den Senioren umgehen.

Rudolf erklärte, dass die Lage an einer viel befahrenen Straße zu seinem „Beuteschema“ gehöre. „Die Lage ist relativ zentrumsnah. Sie erschreckt mich nicht, sondern ich finde sie prima“, gab er zu verstehen. Die Bewohner hätten durch das Beobachten des Verkehrs und der Menschen aus dem Fenster eine zusätzliche Form der Teilnahme. Er erinnerte an die Schwierigkeiten während der Bauarbeiten, wie Erkundungsbohrungen, das Verfüllen der Brauereikeller oder die Verzögerung durch einen Wasserschaden.

Schließlich sei das Senioren-Zentrum Pfauenhof Mitte September vergangenen Jahres in Betrieb genommen worden. Rudolf hob vor allem die „flächendeckende Belüftungsanlage“ hervor, die die typischen Gerüche einer solchen Einrichtung „weitestgehend eliminiert“. Das allerwichtigste sei aber, dass man mit dieser Einrichtung ein Objekt geschaffen habe, in dem sich „die Bewohner wohlfühlen“.

Als „Meilenstein“ und „wichtigen Beitrag“ bezeichnete der Vorsitzende des Kreisseniorenrats, Anton Stier, die Eröffnung, die von den Gitarristen Jan Schmidt und Erwin Yuan von der Musikschule Tuttlingen musikalisch umrahmt wurde. Stier sprach die Engpässe in der Kurzzeitpflege an und dankte der Edelberggruppe, die in Tuttlingen weitere Kurzzeitpflegeplätze geschaffen habe. Stier hofft auf eine gute Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und dem Seniorenrat. Er wünschte der Heimleitung viele zufriedene Gäste und Bewohner sowie die nötigen Mitarbeiter, die sich „mit viel Herz“ um die Senioren kümmern.

Aktuell sind im Pfauenhof 35 Plätze belegt. Insgesamt bietet die neue Einrichtung Platz für 100 Bewohner, die in 100 Einzelzimmern auf vier Stockwerken leben können. Die Zimmer haben unterschiedliche Klassifizierungen, haben aber alle ein modernes Erscheinungsbild. Jedes Zimmer besitzt die benötigten Sanitäranlagen. Ebenso gibt es im Gebäude mehrere Aufenthaltsräume, eine Terrasse sowie ein Restaurant. Im Moment arbeiten rund 30 Mitarbeiter in Tuttlingen. „Bis zum Ende des Jahres wollen wir zwischen 80 und 100 Mitarbeiter am Standort Tuttlingen beschäftigen. Außerdem sollen bis dann alle Zimmer belegt sein“, sagte Manfred Wolf, der Regionalleiter vom Haus Edelberg, unserer Zeitung.

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