Zu diesem Zeitpunkt war alles noch offen: Freude über den 1:1-Ausgleich für Schwenningen durch Tyson Spink (96).
Zu diesem Zeitpunkt war alles noch offen: Freude über den 1:1-Ausgleich für Schwenningen durch Tyson Spink (96). (Foto: www.imago-images.de)
Heinz Wittmann

Die Wild Wings haben im Magentasport-Cup nicht nur erstmals in Mannheim mit 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) verloren, sie büßten auch die Tabellenführung gegen die Adler ein. Schwenningen kassierte zu viele Strafzeiten.

Bei den Wild Wings fehlte der angeschlagene Stürmer Darin Olver, für ihn rückte der junge David Cerny in die Reihe neben Travis Turnbull und Jamie MacQueen. SERC-Trainer Niklas Sundblad ließ Verteidiger Emil Kristensen wegen einer leichten Blessur ebenfalls vorsichtshalber draußen. Im Tor stand Patrik Cerveny für die angeschlagene Nummer eins, Joacim Eriksson.

Gerade mal 15 Sekunden waren im Derby gespielt, da kassierte Tylor Spink schon die erste Strafzeit. Johannes Huß und Jamie MacQueen folgten ihm in regelmäßigen Abständen auf die Kühlbox, so dass Schwenningen die ersten sieben Minuten in Unterzahl agierte. Die Schwäne arbeiteten in Unterzahl aggressiv, wobei ihnen auch half, dass die Adler nicht sonderlich klug zu Werke gingen. Ein Schuss von Jason Bast war sichere Beute der Fanghand von Cerveny.

Exakt zur Hälfte des ersten Drittels konnten die Gäste endlich ihre erste Offensivaktion starten, Goalie Dennis Endras war aber gegen Cerny auf dem Posten. Boaz Bassen wäre gleich danach beinahe die Schwenninger Führung geglückt. Dann erneut Strafe für den SERC, nun musst Troy Bourke in die Box. Als die Strafe gerade abgelaufen war, markierte Marc Michaelis, Mannheimer NHL-Leihspieler von den Vancouver Canucks, auf Pass von Tommi Huhtala das 1:0. Anschließend auch ein Überzahlspiel für Schwenningen. Endras konnte den Direktschuss von MacQueen aber abwehren.

In der 24. Minute glichen die Wildschwäne aus. Dem Treffer ging eine tolle Kombination voraus. Bourke gab auf Tylor Spink der auf seinen Bruder Tyson, der aus kurzer Entfernung erfolgreich einnetzte. Schwenningen wäre beinahe in Front gegangen. Endras konnte den Schuss von Verteidiger Colby Robak erst im Nachfassen entschärfen. Auf der anderen Seite aber auch Glück für die Gäste, die NHL-Leihgabe von San Jose Sharks, Lean Bergman traf nur den Pfosten.

Die Partie verflachte nun zusehends. In der 38. Minute ging aber Mannheim erneut in Front. Der von den Kölner Haien in die Quadratestadt gewechselte Bast war mit einem platzierten Handgelenkschuss erfolgreich. Zu Beginn des dritten Drittels besaß Brendan Shinnimin die Riesenchance auf das 3:1, scheiterte an Cerveny. Dann Scheibenverlust von Robak im gegnerischen Drittel Joonas Lehtivouri brachte das Spielgerät zu Bergmann, der aus kurzer Entfernung traf. Auf der anderen Seite aber nur 26 Sekunden später ein fataler Fehlpass von Adler-Verteidiger Björn Krupp auf Daniel Pfaffengut, der keine Mühe hatte zum 2:3 aus Gästesicht einzuschießen.

Der SERC kassierte im Derby aber zu viele Straßen, nun musste Verteidiger Benedikt Brückner zweimal nacheinander auf die Sünderbank. Der Mannheimer Nachwuchsspieler Florian Elias traf, als Schwenningen wieder komplett war, zum 4:2 (55.). Dann wieder eine Strafe gegen die Schwäne, diesmal gegen Abwehrmann Will Weber. Die Gäste überstanden das Unterzahlspiel und durften in den letzten Sekunden noch mit sechs gegen vier Feldspieler ran. MacQueen traf aber nur die Latte.

Brückner sagte nach der Schlusssirene: „Wir haben uns mit den Strafen selbst bestraft. So kommst du in keinen Spielfluss rein.“ Mannheim hat nun wie Schwenningen sechs Punkte, aber das bessere Torverhältnis und übernahm so die Tabellenführung in der Gruppe B um den Magentasport-Cup.

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