Schulleiterin Christiane Sturm wird nach 20 Dienstjahren am IKG verabschiedet

Lesedauer: 5 Min
Oberbürgermeister Michael Beck, Christiane Sturm und ihr Ehemann Martin Sturm.
Oberbürgermeister Michael Beck, Christiane Sturm und ihr Ehemann Martin Sturm. (Foto: sbh)

Nach 20-jähriger Dienstzeit, davon acht Jahre als Direktorin am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG), ist Christiane Sturm am Montag feierlich verabschiedet worden. Sie wird ab dem neuen Schuljahr eine Schulleiterstelle in Freiburg antreten.

Es war, als ob Schüler, Eltern und Kollegium des Immanuel-Kant-Gymnasiums noch einmal alles für ihre scheidende Direktorin aufboten, um Christiane Sturm auf den letzten Metern doch noch umzustimmen. Ein Auftritt der Schüler- Bigband, des IKG-Chors und zahlreicher Laudatoren gab es. Unter die Gäste des Festakts hatten sich neben Schülern und Kollegen auch ehemalige und aktuelle Schulleiter, zahlreiche Stadträte und Oberbürgermeister Michael Beck gemischt. „Sie haben ihre Spuren am IKG hinterlassen“, sagte Beck. „Ich habe eine sehr engagierte und taffe Rektorin erlebt, wenn es um ihre Schüler ging.“ Mit dem Abschied von Sturm gehe eine Ära zu Ende. Denn sie habe die Schule geformt und neue Profile entwickelt.

Musisches Profil eingeführt

Sturm hatte der Schule 2011 als Direktorin ein musisches Profil gegeben. Sie entwickelte maßgeblich ein breites Fördersystem und trieb die Einrichtung des Schülerforschungszentrums an. „Das trägt Früchte“, so Beck. Gewünscht habe er sich, die geplante Sanierung der Schule gemeinsam mit Sturm umsetzen zu können.

Über Sturms Nachfolge herrscht innerhalb der Stadtverwaltung noch Unklarheit. „Die Formalien haben sich geändert, sodass wir das noch nicht wissen dürfen“, sagte Beck.

„Ginge es nach mir, hätte die Verabschiedung von Dir noch eine ganze Weile verschoben werden können“, sagte Michael Krauss, stellvertretender Schulleiter des IKG. „Du wirst ganz große Lücken hinterlassen.“ In den vergangenen 20 Jahren ihrer Dienstzeit sei an der Schule nichts stillgestanden. Für das neue Schuljahr gebe es von 130 Anmeldungen einhundert für das Musikprofil.

Auch bei den Planungen für das Haus der Schüler habe sich Sturm stark eingebracht. „Das neue Gebäude des IKG trägt Deinen Stempel. Dafür bist Du auch mal Architekten auf die Füße getreten“, sagte Krauss. „Danke für dein 100-prozentiges Engagement.“

Ihre Tätigkeit als Lehrerin hatte Sturm bereits 1998 aufgenommen. 2006 wurde sie Abteilungsleiterin für den Bereich Mathematik. 2010 übernahm sie die Schulleitung. Als Direktorin vertrat sie die Schule nach außen und war Vorsitzende der Gesamtlehrer- und Schulkonferenz. Im vergangenen Jahr hatte sie bekannt gemacht, dass sie eine Rektorenstelle am Theodor-Heuss-Gymnasium in Freiburg annehmen werde – in der Stadt, in der sie bereits studierte, an der Schule, an der sie ihr Referendariat absolvierte.

„Das IKG ist gut aufgestellt“, sagte Sturm. „Ich kann die Schule getrost übergeben und diese Komfortzone verlassen.“ Gemeinsam mit ihrem Mann wolle sie nun neue Dinge entdecken. „Ich bin neugierig auf diese Chance und möchte dort neue Herausforderungen angehen – auch, wenn die Bedingungen dort ganz andere sind“, sagte Sturm. Beim Abschied gebe es einige Wermutstropfen. Vor allem die vielen Freundschaften, die sie nun nur aus der Ferne weiterpflegen könne. „Aber über den Berg ist es ja nicht weit“, sagte die scheidende Direktorin.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen