Schon immer für Naturwissenschaften begeistert

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Regina Storz-Irion
Regina Storz-Irion (Foto: Privat)
Sabine Doderer

Bereits zu Schulzeiten hat sich Regina Storz-Irion für Naturwissenschaften begeistert. Mathematik, Biologie und Geografie sind in den Jahren am damals einzigen Tuttlinger Gymnasium – dem heutigen Immanuel-Kant-Gymnasium – ihre Lieblingsfächer gewesen. Heute ist die selbstständige Unternehmerin als Innovationsmanagerin des Innovations- und Forschungscentrum (IFC) in Tuttlingen tätig.

Bei ihrem Abitur im Jahr 1976 seit der Anteil von weiblichen und männlichen Abiturienten etwa gleich gewesen, berichtet sie. Ganz anders, als es zu Zeiten ihrer Mutter war. Sie war im Jahr 1944 als Abiturientin eine absolute Ausnahme – bildlich gesprochen ein „weißer Rabe“.

Eben so ist es auch für Regina Storz-Irion, als sie das Maschinenbau-Studium an der Universität Stuttgart begann. Unter rund 500 Erstsemestern seien nur fünf Frauen gewesen, erinnert sie sich. Den Diplomabschluss haben letztlich nur 150 Studenten geschafft. Und Regina Storz-Irion, die auf der Karriereleiter gleich ein paar Sprossen höher einstieg.

Als Leiterin der Entwicklungsgruppe einer Stuttgarter Firma habe die junge Frau schon den Gegenwind von männlichen Mitarbeitern gespürt. Davon habe sich die zweifache Mutter aber nicht abbringen lassen, ihren Weg zu gehen. Später siedelt sie nach Tuttlingen über, arbeitete zunächst im Management des elterlichen Betriebs und gründet 2004 ihr eigenes Ingenieurbüro. Es sei ihr wie ein Luxus vorgekommen, die Erziehung der zwei Mädchen und gleichzeitig den Beruf vor Ort erfüllen zu können.

Als Innovationsmanagerin beim IFC Tuttlingen ist sie von den verschiedenen Handlungsfeldern begeistert. Ziel des Zentrums sei es, Innovationen zu fördern und die Industrieinteressen in den Dialog mit der Wissenschaft zu bringen. Startups und Gründungen würden gefördert und könnten Kontakte knüpfen. Ein idealer Ort, um interdisziplinär zu arbeiten.

Netzwerken ist für Regina Storz-Irion ein ganz zentrales Instrument, um Menschen, ihre Fähigkeiten und ihre Visionen zusammenzuführen. Lange vor dem Aufkommen von Social Media sei sie leidenschaftliche Netzwerkerin gewesen. Und das nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im privaten Bereich. Bis heute pflegt sie ihre alten Kontakte und ist mit Engagement ehrenamtlich für verschiedene Organisationen tätig – so etwa für den Tuttlinger Montessori-Verein, die Bürgerstiftung und für das Frauenhaus.

Bei all diesen Funktionen, die sie mit Überzeugung, Leidenschaft und Wissbegier betreibt, könnte man meinen, dass der Tag von Regina Storz-Irion weit mehr als 24 Stunden zählt. Nein, nein, winkt sie ab. Sie freue sich täglich auf spannende Herausforderungen. Mit 62 Jahren steht für sie immer noch alles auf Anfang.

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