Schüler und Betriebe auf Tuchfühlung

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Bei Chiron gab es bei der Nacht der Ausbildung auch einen Blick in die Lehrwerkstatt.
Bei Chiron gab es bei der Nacht der Ausbildung auch einen Blick in die Lehrwerkstatt. (Foto: Simon Schneider)
Simon Schneider

Viele weitere Eindrücke von der Ausbildungsnacht gibt es in einer Online-Galerie unter

www.schwaebische.de/ausbildungsnacht-tut

Die teilnehmenden Schüler und ihre Eltern haben am Freitag in insgesamt zehn Tuttlinger Betrieben eine bunte und vielfältige Nacht der Ausbildung erlebt. Dabei erfuhren sie viele Informationen zu unterschiedlichen Ausbildungsgängen aus erster Hand und führten aussichtsreiche Gespräche.

Auch wenn der große Ansturm an Schülern erneut ausgeblieben ist, so war die Ausbildungsnacht für die Betriebe dennoch ein Gewinn. Grund dafür war das gezielte und vielversprechende Interesse der künftigen Schulabgänger, die meist im Schlepptau ihrer Eltern kamen und konkrete Fragen im Gepäck hatten.

„Bei uns war ordentlich was los. Wir haben lange und intensive Gespräche mit vielen Schülern geführt. Diese waren qualitativ gut, sehr gezielt und detailreich. Es waren Anfragen für ein Studium, eine Ausbildung aber auch viele Anfragen für Praktika dabei“, sagte die lte Ausbildungsleiterin der Kreissparkasse Tuttlingen, Sonja Geigis. Das Geldinstitut präsentierte sich in der Ausbildungsnacht unter dem Motto „Dolce Vita Sparkasse“. Demzufolge herrschte im Sparkassenforum ein italienisches Ambiente. Passend dazu gab es italienische Spezialitäten.

Party mit „Good Luck“

Der Maschinenbauer Chiron verwandelte seine Räume in eine partyähnliche Location. Neben den verschiedenen Lichteffekten war es die Tuttlinger Musikschulband „Good Luck“, die mit ihrer Frontfrau Sara Hadzihasanovic und dem Bundespreisträger Leonard Koßmann die volle Aufmerksamkeit erhielt und etwa mit dem Welthit „Havana“ von Camila Cabello überzeugte. Die Chiron-Azubis informierten die Schüler ganz nach dem Motto „Jugend für Jugend“. Bei einem Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt lernten die Besucher die mechanischen und elektrischen Grundlagen sowie die Steuerungstechnik anhand eines Robotermodells kennen, die in der Ausbildungszeit zum Mechatroniker vermittelt werden.

Volle Konzentration war beim Familienunternehmen J. Friedrich Storz Verkehrswegebau gefragt. Unter anderem begeisterten die Verantwortlichen ihre Besucher mit einem Baugerätesimulator. An drei Bildschirmen und mit der passenden Steuerung mussten die Jugendlichen verschiedene Aufgaben auf einer virtuellen Baustelle erfüllen und bekamen so das Gefühl vermittelt, große Maschinen zu steuern. Zusätzlich hatten die Besucher die Möglichkeit, einen echten Minibagger zu steuern und eine knifflige Aufgabe zu lösen, die Fingerspitzengefühl abverlangte. Die Schüler erfuhren zusätzlich, welche Eigenschaften sie mitbringen müssen, um etwa den Beruf des Straßenbauers, Baugeräteführers oder eines Kfz-Mechatronikers zu erlernen.

Vakuum- und Kälteschränke sowie Ultra-Tiefkühlschränke beeindruckten die Teilnehmer bei Binder im Gewerbegebiet Gänsäcker. Auch dort waren es die Azubis, die sich auf Augenhöhe mit den Schülern austauschten. „Der große Ansturm blieb aus, dennoch haben wir qualitativ gute und vielversprechende Gespräche geführt und sind damit sehr zufrieden“, resümierte Binder-Ausbildungsleiter Timo Haag. Alle Interessierten, die mit Currywurst versorgt wurden, nutzten bei Binder die Möglichkeit einer Betriebsführung.

Ein Eis zur Abkühlung

Das Landratsamt öffnete ebenso seine Türen im Rahmen der Ausbildungsnacht. Egal ob als Vermessungstechniker, als Straßenmeister, als Erzieher oder Förster – der Landkreis präsentierte den Besuchern sein breites Repertoire an Ausbildungsmöglichkeiten und hatte mit Eis die passende Abkühlung parat.

Die Stadtwerke Tuttlingen, das Autohaus Riess, die AOK-Gesundheitskasse, der Maschinenbauhersteller Hohner sowie der Medizintechnikhersteller Stryker komplettierten die sechste Auflage der Nacht der Ausbildung, die federführend von Chiron veranstaltet wird.

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