SC 04 fehlt Konsequenz im Abschluss

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 Trotz großen kämpferischen Einsatzes ging der SC 04 Tuttlingen (blau) im Bezirksderby beim VfB Bösingen leer aus. Die Donaustäd
Trotz großen kämpferischen Einsatzes ging der SC 04 Tuttlingen (blau) im Bezirksderby beim VfB Bösingen leer aus. Die Donaustädter verloren 1:2. (Foto: hkb)
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Die zwei Fußball-Landesliga-Aufsteiger aus dem Kreis Tuttlingen sorgten am Wochenende für unterschiedliche Resultate. Während der SC 04 Tuttlingen (Württemberg) nach der 1:2-Niederlage in Bösingen weiter auf einem Abstiegsplatz liegt, verbesserte sich der FC Gutmadingen (Südbaden) mit einem 5:0-Sieg gegen den FC Schonach auf den zehnten Platz.

Dank seiner Heimstärke, sechster Sieg im siebten Heimspiel, liegt der VfB Bösingen nach dem 16. Spieltag in der oberen Tabellenhälfte. Doch die Leistung, welche die Mannschaft von VfB-Trainer Peter Leopold beim 2:1-Heimerfolg gegen den Aufsteiger SC 04 Tuttlingen abgeliefert hat, stimmt doch ein Stück weit nachdenklich. Dabei ging Bösingen durch den ersten Saisontreffer von Außenverteidiger Marcel Sieber früh in Führung, was der Mannschaft eigentlich Sicherheit hätte geben müssen. Doch das Gegenteil war der Fall. „Wir haben danach nicht gut Fußball gespielt“, monierte Peter Leopold. Der Aufsteiger aus Tuttlingen hatte danach viel Ballbesitz, wusste damit aber nicht viel anzufangen. Im Angriffsdrittel wurde es zum Glück für den VfB zu ungenau, der letzte Pass kam nicht an. Erst mit der Unterstützung des VfB Bösingen, der bei einem Freistoß nicht konsequent klären konnte, erzielten die Donaustädter kurz vor der Pause den Ausgleich.

Auch nach dem Seitenwechsel schafften es die Gastgeber nicht, das Spiel zu kontrollieren, dennoch gelang ihnen der erneute Führungstreffer. „Da haben wir nicht gut verteidigt“, ärgerte sich SC-Trainer Andreas Keller über diesen Gegentreffer. Da sich der VfB auch anschließend viele Abspielfehler leistete, kamen die Gäste immer wieder leicht in Ballbesitz, hatten noch zwei gute Möglichkeiten zum erneuten Ausgleich. Doch fehlende Konsequenz beim Torabschluss sowie VfB-Torhüter Sascha Vögele verhinderten dies.

In der Schlussphase, als Andreas Keller auf totale Offensive setzte, kam Bösingen zu guten Möglichkeiten, hätte den Sack frühzeitig zuschnüren müssen. Doch der VfB spielte diese Gelegenheiten nicht gut aus. „ Es fehlte die Leichtigkeit, zu oft wurden falsche Entscheidungen getroffen", stellte Peter Leopold fest.

Auf die enge Tabellenkonstellation angesprochen, bleibt der Bösinger Übungsleiter gelassen: „Wir sind uns der schwierigen Situation bewusst. Wenn ich dreimal am Tag auf die Tabelle schaue, ändert sich nichts. Ändern kann ich nur, wenn wir gut arbeiten und entsprechend spielen und punkten.“

Wie eng die Mannschaften in der Tabelle beieinanderliegen, verdeutlicht der Blick auf den SC 04 Tuttlingen. Aktuell liegen die Donaustädter mit 16 Punkten auf Platz 13, nur drei Zähler hinter dem VfL Mühlheim, der auf Tabellenplatz 10 steht. „Die Mannschaft legt eine gute Einstellung an den Tag, ist in jedem Training und in jedem Spiel mit vollem Einsatz dabei. Wir treten laufstark und mutig auf. Das sind gute Voraussetzungen“, gibt sich der akribisch arbeitende SC-Coach Keller zuversichtlich.

Dritter Heimsieg in Folge

Der FC Gutmadingen hat zur Zeit einen Lauf. Zehn Punkte aus den vergangenen fünf Spielen dokumentieren eine kontinuierliche Leistungssteigerung. Das Team von Trainer Steffen Breinlinger ist endgültig in der Landesliga angekommen. Drei Heimsiege in Folge sind ein weiterer Beweis. „Wir treten zur Zeit als Mannschaft auf. Das Kollektiv ist unsere Stärke“, sieht Breinlinger den Schlüssel zum Erfolg. Mit zehn Ersatzspielern auf der Bank wurde diese Geschlossenheit beim 5:0-Erfolg gegen den FC Schonach auch personell unterstrichen. Gegen die Schwarzwälder war Vollgas angesagt und die Tore waren nur eine Frage der Zeit. Bereits in der zweiten Minute brach Benjamin Huber mit seinem sechsten Treffer den Bann.

Aber vor allem die neu gewonnene defensive Stabilität ist die Grundlage des aktuellen Erfolgsrezeptes. Junge Kräfte wie Darius Steiner oder Neuzugang Yannic Thoma haben sich hier fest gespielt. Mit dem Wechsel von Abwehrchef Dominik Maus ins defensive Mittelfeld wurde an einem weiteren Schräubchen gedreht. Zusammen mit Claudius Hirt bildet er hier ein Bollwerk.

Nach dem Motto „the trend is your friend“ wollen die Gutmadinger vor der Winterpause noch weiter punkten. Am kommenden Samstag beim abstiegsgefährdeten FC Neustadt sowie anschließend zu Hause gegen den punktgleichen FC Löffingen. Zumindest den aktuellen Rang zehn bis ins Frühjahr mitzunehmen ist das Gutmadinger Ziel.

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