Erste konkrete Leitlinien für das Möhringer Sanierungsgebiet im Ortskern gab es am Dienstag in der Ortschaftsratssitzung vom Bü
Erste konkrete Leitlinien für das Möhringer Sanierungsgebiet im Ortskern gab es am Dienstag in der Ortschaftsratssitzung vom Büro citiplan. (Foto: Stefan Manger)
Stefan Manger

Ein Leitbild für das geplante Sanierungsgebiet hat das Büro citiplan am Dienstagabend den Möhringer Ortschaftsräten vorgestellt. Die bisherige Gestaltung der Gebäude sei geprägt durch große Vielfalt. Ziel sei es, die historische Substanz zu erhalten mit der Einbindung von Neubauten.

Als erste Diskussionsgrundlage wurden bei der Untersuchung folgende Thesen aufgestellt: Satteldächer mit einer Regelung zu Dachaufbauten sollen erhalten werden. Ebenso könne der Sockel beziehungsweise das Erdgeschoss herausgehoben werden, die Fassaden sollen geordnet sein und es soll sowohl klassisch gedeckte Farben als auch mit Akzenten versehene Farben von gelb bis rot und grün geben.

Die Gebäude sollen Putzfassaden mit einem Holzanteil haben, untergeordnete Nebenanlagen und Anbauten würden zulässig sein. Ebenso soll es für besondere Gebäude eine besondere Gestaltung geben können.

Die Vorschläge sollen in den Gremien und nach dem Willen der Möhringer Räte, von denen ohnehin nur drei der elf aufgrund Befangenheit mitreden konnten, in einer Bürgerversammlung diskutiert werden, um diese Gedanken auf eine breitere Basis zu stellen.

In der Bürgerfrageviertelstunde ging es mehr um Gänsäcker als um die Sanierung. Hier interessierten vor allem die nun bekannt gewordenen Altlasten, die nicht so überraschend gekommen seien, wie dies nun dargestellt werde, und für deren Beseitigung Geldsummen im siebenstelligen Bereich aufzubringen wären. Diese seien aber auch bereits eingeplant gewesen, so Michael Herre von der Stadtverwaltung. Ebenso war der Verkehr durchs Bächetal Thema, da die Bürger nach wie vor nicht glauben wollen, dass hier ein schlüssiges Konzept vorliege, das verhindern könne, dass es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen komme.

Dem Breitbandausbau im Baugebiet „Auf Burg“ stimmten die Räte zu, das 730 000 Euro kosten wird, wovon bis zu 420 000 Euro als Zuschuss fließen könnten. Hier sei aber Bedingung, dass mindestens 380 000 Euro als Zuschuss fließen müssten, um das schnelle Internet zu erhalten.

Dem geplanten Verkehrssicherheitskonzept für Schulen und Kindertageseinrichtungen stimmten die Räte zu, das für Möhringen vorsieht, dass Halteverbotszeichen als Piktogramme angebracht werden und es beim Möhringer Kindergarten ein eingeschränktes Halteverbot von 7 bis 9 Uhr geben soll. Ein Problem seien der Hol- und Bringverkehr, der künftig in bestimmten Zonen erfolgen soll. Ziel sei, dass vermehrt Kinder zu Fuß in die Schule gehen werden, so Juliane Schweizer von der Stadt. Auch soll über einen Kreisverkehr bei der Ecke Bischofszeller Straße/Bleichestraße nachgedacht werden, damit hier der Bus besser in Richtung Tuttlingen fahren könne.

Der von der Verwaltung vorgeschlagenen Querung an der B 311 beim Gewerbepark DonauTech stimmten die Räte nicht zu. Sie wollen keine Ampellösung für die Fußgänger beim geplanten ampelgesteuerten Kreisverkehr, der an der Espenbrücke entstehen soll, da dies den Verkehr noch mehr staue und nicht verkehrssicher sei. Vielmehr wollen die Räte, dass so, wie schon besprochen, eine Unterführung gebaut werde, auch wenn diese mit 1,6 Mio. Euro die teurere Variante wäre. Diese sei aber wesentlich sicherer, auch wenn die Unterführung bei Hochwasser nicht genutzt werden könne. Auch die Einholung eines Gutachtens über die drei Varianten Unterführung, Brücke oder Ampelschaltung konnte sich nicht durchsetzen.

Der Jahresrechnung für 2017 der Braun’schen und Susann’schen Stiftung mit einem Fehlbetrag von 32 000 Euro stimmten die Räte zu.

Die Ampel beim Gewerbegebiet Gänsäcker soll künftig an den Wochenenden so geschaltet sein, dass die Fußgänger sicheren Fußes die Straße überqueren können und bei Bedarf von ihnen genutzt werden können.

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