Südamerikanisches Lebensgefühl – nur getanzt wird kaum

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Nur ein Paar traute sich vor den Augen der anderen Zuhörer bei der Tango-Nacht den südamerikanischen Tanz zu präsentieren.
Nur ein Paar traute sich vor den Augen der anderen Zuhörer bei der Tango-Nacht den südamerikanischen Tanz zu präsentieren. (Foto: Steckeler)
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„Siempre Tango – für immer Tango”: Am Mittwochabend haben der Rittergartenverein, der Donaumarkt, Stiefels Buchladen und ProTUT zu einer „Tango Night“ im Zelt beim Festplatz eingeladen. Zahlreiche Gäste waren dieser Einladung gefolgt. Mit ihrem Auftritt haben Katalin Agnecz und ihre Familie einen Hauch der Tango-Clubs aus Buenos Aires mit ans Tuttlinger Donauufer gebracht.

Gleich den Milongas – den Tanzveranstaltungen in den argentinischen Clubs – hatten die Gäste die Möglichkeit, selbst auf die Tanzfläche zu gehen, um den typischen argentinischen Tango zu tanzen, der sich vom in Europa bekannteren Tango der getanzten Standardtänze in seiner Schrittfolge und den Figuren deutlich abhebt.

Es fand sich aber nur ein Paar, das momentan in Immendingen Urlaub macht, das sich vor den Augen der vielen Zuschauer auf das „Parkett“ im Zeltrund wagte. „Da gibt es sicherlich noch Nachholbedarf“, meinte Buchhändler und Mitorganisator Christof Manz bei der Verabschiedung in Richtung der ortsansässigen Tanzschulen. Denn Nachfrage für den speziellen Tanzstil gäbe es sicherlich, sagte er nach dem kurzweiligen Konzert.

An diesem Abend jedenfalls stimmte alles: das Wetter, die Stimmung im und um das Zelt. So ließen sich die Gäste gerne musikalisch in die ferne Welt Südamerikas entführen. Auf dem Programm von Katalin Agnecz, ihrem Sohn Tibor Szatkmàry und ihrem Mann Balàzs Szatkmàry standen aber nicht nur bekannte Kompositionen von Carlos Gardel oder Astor Piazzola. Sie mischten das Programm gekonnt mit weiteren südamerikanischen Songs und Rhythmen, wie „Besame mucho“, die zum Entspannen, zum Mitsingen, zum Mitwippen und zum Träumen einluden, die ein gewisses Urlaubsfeeling aufkommen ließen.

Unterstützt wurde das Familienprojekt von Erika Bartl mit der Querflöte und Thomas Rahde. Er sorgte dafür, dass der so typische Tangosound des Akkordeons – in Argentinien übernimmt diesen Part das Bandoneon – im Zelt überall gut und ausgewogen zu hören war. Selbstverständlich wurden die Musiker mit viel „aplauso“ und nach begeistert eingeforderten Zugaben von der Bühne entlassen.

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