Rußbergstraße wird 2019 saniert

Lesedauer: 4 Min

Kaputte Bankette sind an der Rußbergstraße beinahe schon Alltag geworden.
Kaputte Bankette sind an der Rußbergstraße beinahe schon Alltag geworden. (Foto: D. Hecht)
Sabine Krauss
Redakteurin

Bei einer Zählung im Juli 2017 wurden auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Tuttlingen und dem Rußberg innerhalb von 24 Stunden 2600 Fahrzeuge gezählt. Diese Zahl liegt deutlich über dem prognostizierten Wert des aktuellen Verkehrsmodells aus den Jahren 2011/13. Damals wurde mit täglich 800 Fahrzeugen gerechnet.

Für 1,3 Millionen Euro soll im kommenden Jahr soll die Rußbergstraße saniert werden. Die kleine Verbindungsstraße, die aus der Tuttlinger Nordstadt hinauf auf den Rußberg führt, muss dazu für rund vier bis fünf Monate komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Intensiv war im vergangenen Jahr im Gemeinderat über die Zukunft der Rußbergstraße diskutiert worden: Ausbau oder lediglich Sanierung war die große Frage. Während die einen durch einen Ausbau mehr Verkehr befürchteten, plädierten andere für mehr Verkehrssicherheit auf dem schmalen Sträßchen. Auch eine Machbarkeitsstudie war im Dezember vorgelegt worden.

Das etwas getan werden muss, steht außer Frage. Bei einer Fahrbahnbreite von teilweise nur vier Metern, schlechten Banketten, keiner Entwässerung und keinerlei Absicherungen an den Seiten entspreche die Straße in keiner Weise den aktuellen oder künftigen Erfordernissen, hatte die Stadtverwaltung schon im vergangenen Jahr angemahnt. Zwar werden die auftretenden Schäden regelmäßig repariert, wofür die Stadt Tuttlingen jährlich etwa 50000 Euro ausgibt. Durch das Ausweichen im Gegenverkehr würden regelmäßig Bankette abrutschen und neue Ausbesserungsarbeiten nach sich ziehen.

Der Technische Ausschuss stimmte nun am Donnerstag der Sanierung zu – genauer gesagt einer „Sanierung im Bestand“. Das heißt: Die Straße wird nicht verbreitert oder gar ausgebaut. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Kilometern pro Stunde soll bleiben, sagte Erster Bürgermeister Emil Buschle. So gehe es in erster Linie darum, die Straße verkehrssicher zu machen – etwas, das Aufgabe einer Stadtverwaltung sei.

Saniert werden soll im sogenannten Novo-Crete-Verfahren. Bei diesem speziellen Verfahren der Bodenstabilisierung wird der bestehende Belag umgepflügt, mit Asphalt und Mineralstoffen vermengt und wieder eingebaut. „Auf diese Weise spart man sich auch Entsorgungskosten“, sagt Stadtpressesprecher Arno Specht. Nichts desto trotz wird die Maßnahme 1,3 Millionen Euro kosten, für die es auch keine Zuschüsse geben wird. Während der Sanierungsarbeiten sollen auch unübersichtliche Kuppeln etwas abgetragen und Senken angehoben werden. Des weiteren werden an einigen Stellen Leitplanken installiert.

Voraussichtlich wird die Straße zwischen Frühjahr und Sommer 2019 für einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten komplett für den Verkehr gesperrt sein. Ende Juli 2019 soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden – so die Pläne der Stadtverwaltung. Ob das auch klappt, ist ungewiss – ausgeschrieben werden können die Arbeiten nämlich frühestens im Januar, da im städtischen Haushalt in diesem Jahr noch kein Geld eingeplant ist.

Bei einer Zählung im Juli 2017 wurden auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Tuttlingen und dem Rußberg innerhalb von 24 Stunden 2600 Fahrzeuge gezählt. Diese Zahl liegt deutlich über dem prognostizierten Wert des aktuellen Verkehrsmodells aus den Jahren 2011/13. Damals wurde mit täglich 800 Fahrzeugen gerechnet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen