Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Der ASV Nendingen ist Deutscher Meister der Ringer. Das Team von Trainer Volker Hirt besiegte am Samstagabend Gastgeber Weingarten mit 11:7.

Der Kampf begann für Nendingen optimal. In der Klasse bis 57 kg griechisch-römisch setzte Victor Coban seine Siegesserie fort, besiegte den Rumänen in Weingartener Diensten, Donior Islamov, der vier Kilogramm abgekocht hatte, mit 2:0-Wertungspunkten und brachte die Gäste 1:0 in Führung. Und auch der zweite ASV-Neuzugang erfüllte die Erwartungen: Der Georgier Giorgi Sakandelidze (130 kg, F) nutzte seinen Gewichtsvorteil von mehr als 36 Kilogramm gegen William Harth zu einem klaren Sieg mit 9:0-Wertungspunkten. Somit stand es nach zwei Kämpfen bereits 4:0 für den ASV.

Als anschließend Ghenadie Tulbea (61 kg, F) gegen den starken Ukrainer Vasyl Shuptar in der Schlussphase nach einem 0:3-Rückstand auf 2:3 verkürzte und nur einen Mannschaftspunkt zum 1:4 abgab, ballte Trainer Volker Hirt vor Stolz über die Leistung seines Ringers die Faust.

Eine ganz starke Leistung lieferte dann Peter Öhler (98 kg, G) ab, als er gegen den Schweden Jimmy Lidberg mit einem 8:0-Punktsieg die Führung auf 7:1 ausbaute. Weingarten verkürzte dann durch einen Sieg von Ionut Panait mit 2:0 zum 3:7-Pausenstand. Benjamin Raiser hatte nur eine Niederlage von 0:5-Wertungspunkten zugelassen. Diese knappe Niederlage wurde im Nendinger Lager bejubelt.

Piotr Ianulov (86 kg, F) besiegte auch im Rückkampf den ehemaligen Nendinger Ahmed Dudarov klar mit 8:0-Wertungspunkten und erhöhte somit auf 10:3 für den ASV. Danach musste sich Alexander Semisorow (66 kg, F) erwartungsgemäß Anatoli Guidea mit 0:2 (3:9) geschlagen geben. Für die Vorentscheidung sorgte dann Nenad Zugaj (86 kg, G) durch einen knappen 1:0-Sieg gegen Ramzin Azizsir, dem er im Vorkampf noch knapp unterlegen war.

Somit konnte sich Frank Stäbler (75 kg, G) im vorletzten Kampf gegen Adam Juretzko eine knappe Niederlage leisten. Stäbler hielt den Kampf lange offen, musste sich schließlich nur 0:1 geschlagen geben. Damit hatte der ASV Nendingen den Deutschen Meistertitel erfolgreich verteidigt.

Die abschließende knappe Niederlage von Samet Dülger (75 kg, F) gegen Georg Harth fiel nicht mehr ins Gewicht. Der ASV Nendingen gewann den Rückkampf mit 11:7.

Die Einzelduelle:

Gr.-röm (57): Donior Islamov – Victor Coibanu 0:1 (Punkte) / 0:2 (Wertung)

Freistil (61): Vasyl Shuptar – Ghenadie Tulbea 1:0 (Punkte) / 3:2 (Wertung)

Gr.-röm (66a): Ionut Panait – Benjamin Raiser 2:0 (Punkte) / 5:0 (Wertung)

Freistil (66b): Anatoli Guidea – Alexander Semisorow 2:0 (Punkte) / 9:3 (Wertung)

Gr.-röm (75a): Adam Juretzko – Frank Stäbler 1:0 (Punkte) / 1:0 (Wertung)

Freistil (75b): Georg Harth – Samet Dülger 1:0 (Punkte) / 3:1 (Wertung)

Gr.-röm (86a): Ramsin Azizsir – Nenad Zugaj 0:1 (Punkte) / 0:2 (Wertung)

Freistil (86b): Achmed Dudarov – Piotr Ianulov 0:3 (Punkte) / 0:8 (Wertung)

Gr.-röm (98): Jimmy Lidberg – Peter Öhler 0:3 (Punkte) / 0:8 (Wertung)

Freistil (130): William Harth – Giorgi Sakandelize 0:3 (Punkte) / 0:9 (Wertung)

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