Rietheim-Weilheim gewinnt Kellerduell

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Die HSG Rietheim-Weilheim (blaue Trikots) hat sich im Kellerduell gegen den TV Weilstetten II durchgesetzt und die Hoffnung auf
Die HSG Rietheim-Weilheim (blaue Trikots) hat sich im Kellerduell gegen den TV Weilstetten II durchgesetzt und die Hoffnung auf den Klassenerhalt gestärkt. (Foto: Archiv: HKB)
Rouven Spindler

Einzig das Ergebnis hat für die HSG Fridingen/Mühlheim nicht gestimmt. Die abstiegsbedrohten Württembergliga-Handballer aus dem Donautal verloren trotz guter Leistung gegen Böblingen/Sindelfingen. Die Männer-Landesligisten TV Aixheim (29:22 gegen den VfL Pfullingen II) und HSG Rietheim-Weilheim (26:24 gegen den TV Weilstetten II) waren jeweils erfolgreich.

Württembergliga Männer

HSG Fridingen/Mühlheim – HSG Böblingen/Sindelfingen 20:24 (11:11). Angesichts der aktuell schweren Personallage zeigte die Heim-HSG gegen den Tabellensechsten eine gute Mannschaftsleistung, belohnt wurde sie allerdings nicht. „Das Spiel war ausgeglichen. Das war eine kämpferische Leistung und Begeisterung pur“, sagt HSG-Coach Mike Novakovic.

Von der ersten Minute an boten die Donautäler den Gästen ein Spiel auf Augenhöhe. Das zeigten auch die Spielstände von 8:8 (23.) und 10:10 (28.) im ersten Abschnitt. „In den ersten zehn bis zwölf Minuten nach der Halbzeit hat das Team alles umgesetzt“, sagte Novakovic, dessen Mannschaft bis zur 37. Minute (13:11, 15:13) jeweils mit zwei Toren in Front lag.

Dann kam der Schock durch eine erneute Verletzung: „Ediz Parlak wird vermutlich auch bis Saisonende ausfallen. Er hat eine schwere Handverletzung. Ein Spieler ist ihm mit dem Schuh zwischen die Finger gerutscht“, schilderte der Trainer die Verletzung des Leistungsträgers. Im Anschluss habe durch Parlaks Ausfall, der bis dahin fünf Treffer beigesteuert hatte, die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt.

Böblingen/Sindelfingen lag bis zum 19:18 wieder in Führung (52.). Dann glich die Donautal-HSG aus. Doch die Schlussminuten gehörten den Gästen. Das letzte Tor der Hausherren fiel bereits fünf Minuten vor dem Ende. „Ich bin mehr als zufrieden und das Publikum gibt uns das auch zurück. Es waren fünf bis sechs Spieler nicht dabei. Mich freut es riesig für die Spieler, die nachrücken und herangeführt werden“, sagte Novakovic. Das Einzige, was an diesem Samstag fehlte, waren die benötigten Punkte.

Tore: Ediz Parlak (5), Emilian Merk (4), Matthias Hipp (3), Florian Fritz (3/1), Niklas Sorg (2), Markus Buhl, Lasse Fuchs (beide 1), Björn Efinger (1/1).

Landesliga Männer

TV Aixheim – VfL Pfullingen II 29:22 (14:11). Die Gäste führten früh und trafen in Unterzahl zum 5:3 (7.). Danach fand Aixheim aber besser in die Begegnung. Der Aufsteiger drehte das Spiel und gab die 6:5-Führung dann nicht mehr aus der Hand. Den Vorsprung beim zwischenzeitlichen 10:7 (22.) verteidigte der Gastgeber bis zur Pause, was den Aufstiegsanwärter aus Pfullingen sicherlich überraschte.

„Wir waren gut in der Abwehr und haben den starken Kreisläufer super verteidigt. Frank Plaumann im Tor hat zudem sechs Siebenmeter gehalten“, lobte Aixheims Trainer Holger Hafner den Heimauftritt seines Teams. Es war eine der besten Saisonleistungen. Auch weil sich die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel sofort ein Polster erspielten.

Vom 18:11 (37.) erholte sich Pfullingen II nicht mehr wirklich. Zwar kamen die Gäste etwas heran. Nach dem 19:16 nahm Hafner aber eine Auszeit. „Wir haben etwas gewackelt. Ich habe nachjustiert, Spieler und Positionen gewechselt.“ Durch Gegenstöße wurde der vorherige Tore-Abstand wiederhergestellt. Nach dem 19. Gästetreffer zog Aixheim sogar auf 27:19 davon und sorgte für eine Vorentscheidung. Entgegengekommen sind dem TVA laut Hafner auch die Ausfälle des besten Gästespielers (Mittelhandbruch) und des ersten Torwarts von Pfullingen.

Tore: Michael Klaritsch (8), Pascal Efinger (7), Fabian Gruler (5), Nikolas Klingeisen (3), Heiko Honer, Michael Mey (beide 2), Philip Klingeisen (2/1).

HSG Rietheim-Weilheim – TV Weilstetten II 26:24 (11:8). Der Einstieg in das für die beiden abstiegsgefährdeten Mannschaften bedeutungsvolle Spiel fiel beiden Teams nicht leicht. Erst in der zehnten Minute erzielte Thorsten Haag den vierten Treffer (3:1). „Beide Mannschaften hatten lange keinen Rhythmus. Uns ist früher gelungen, ins Spiel zu finden. Auch der Zugriff in der Abwehr war besser“, sagte Gunter Haffa, sportlicher Leiter und am Samstag interimsweise auch Trainer der HSG.

Deutlich ausgebaut wurde die Führung in der ersten Halbzeit zwar nicht. Aber die Gäste schafften es auch nicht, zu verkürzen oder auszugleichen. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten erneut die Gastgeber. Die deutliche 14:8-Führung (34.) hatte auch nach 41 Minuten noch Bestand (18:12).

Trotzdem gab Weilstetten II in der Schlussviertelstunde nicht auf, verkürzte und nutzte mehrere Male unnötige Fehler im HSG-Spiel. „Wir haben uns selbst in Bedrängnis gebracht. Schade, dass wir so ein Spiel nicht vernünftig zu Ende spielen können. Dennoch war es unter den aktuellen Umständen ein verdienter Sieg und zwei wichtige Punkte“, fasste Haffa die Partie zusammen.

Nach dem 22:20-Anschlusstreffer kamen die Gäste nicht näher heran. Die Nachlässigkeiten blieben folgenlos, da ab Minute 53 jedes Team noch vier weitere Treffer erzielte.

Tore: Florian Wenzler (8/2), Thorsten Haag (5), Tobias Haffa (4), Thomas Aicher, Robin Hermle (beide 3), Stefan Huber (2), Pascal Bensch (1).

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