Peta fordert Kastrationsgebot für Katzen

Lesedauer: 2 Min
Peta fordert die Stadt Tuttlingen auf, eine Kastrationspflicht für Katzen durchzusetzen.
Peta fordert die Stadt Tuttlingen auf, eine Kastrationspflicht für Katzen durchzusetzen. (Foto: arc)
Schwäbische Zeitung

Katzenhaus überfüllt: Nach dem Bericht im Gränzboten über die Katzenschwemme im Tuttlinger Tierheim fordert die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland die Stadt Tuttlingen auf, das Kastrationsgebot zum Schutz der Tiere zu beschließen.

Die Tierrechtsorganisation betont, dass die Einführung einer Kastrations- und Registrierpflicht für Freigänger-Katzen in Privathaushalten die einzige zukunftsfähige Lösung sei, um die unkontrollierte Vermehrung der Tiere in Städten nachhaltig zu reduzieren.

„Obwohl das Land Baden-Württemberg die Ermächtigung zur Katzenkastration bereits auf Kommunalebene übertragen hat, hat die Stadt Tuttlingen die wichtige Tierschutzmaßnahme bisher verschlafen. Tuttlingen sollte seine Bürger zum Kastrieren ihrer freilaufenden Tiere zu verpflichten“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei Peta Deutschland. „Nur so lassen sich die Überpopulation und das damit verbundene Leid der heimatlosen Katzen langfristig senken.“ Die Stadt Tuttlingen dürfe sich dieser Verantwortung nicht entziehen.

Wie berichtet, leben im Tierheim Tuttlingen derzeit über 90 Katzen. Eine unkastrierte Katze kann im Normalfall zweimal im Jahr vier bis sechs Nachkommen zeugen, die wiederum ab dem fünften Lebensmonat geschlechtsreif sind. So könnten eine einzige Katze und ihre Nachkommen rein rechnerisch in nur sieben Jahren 420000 weitere Katzen in die Welt setzen, schreibt Peta auf ihrer Homepage.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen