OHG ist offiziell Schule ohne Rassismus

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Schülerin Dilara Katirci interviewt den Paten des Projekts „Schule ohne Rassismus“, Christoph Burkard.
Schülerin Dilara Katirci interviewt den Paten des Projekts „Schule ohne Rassismus“, Christoph Burkard. (Foto: Nele Fauser)
Schwäbische Zeitung
Nele Fauser

Eine Schule ohne Hänseleien, Mobbing und Rassismus – das wünscht sich Georg Schwarz für das Otto-Hahn-Gymnasium in Tuttlingen. Jetzt hat die Schule von der Organisation „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ein Zertifikat verliehen bekommen. Rund 80 Prozent der Schüler hatten sich im vergangenen Schuljahr durch eine Unterschrift dazu verpflichtet, sich gegen Rassismus und Mobbing einzusetzen.

Schwarz machte vor allem darauf aufmerksam, dass der Grundgedanke der Initiative „Schule ohne Rassismus“ fest im Schulalltag verankert sein müsse. Auch wies er darauf hin, dass Minderheiten gerade in den sozialen Netzwerken ein leichtes Opfer für Hänseleien sein.

Bürgermeister Michael Beck machte bei der Verleihung darauf aufmerksam, dass die Zahl der anwesenden Schüler (rund 700) etwa der Zahl der Flüchtlinge entspräche, die in den vergangenen Jahren in Tuttlingen Zuflucht gefunden hatten. „Miteinander zu leben, müssen wir im Elternhaus und in der Schule lernen“, betonte Beck.

Anschließend verlieh Martin Schädle von der Organisation „Schule gegen Rassismus“ das Zertifikat. „Das Zertifikat ist nicht der Abschluss, sondern der Beginn des Projektes“, sagte Schädle bei der Verleihung. Er machte auch auf die außerordentliche Leistung der Schüler aufmerksam.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Interview der Schülerin Dilara Katirci mit dem Paten des Projektes, Christoph Burkard. Der ohne Unterschenkel geborene Leistungssportler berichtete von seinem sportlichen Werdegang bis hin zu seinem Sieg bei den Paralympics 2004 in Athen. „Ich freue mich, dass ich die Schule bei so einem tollen Projekt unterstützen kann“, sagte Burkard. Im Vorfeld wurde am OHG eigens die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus“ gegründet.

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