Nicole Weber ist die neue Pfarrerin in der Tuttlinger Stadtkirche

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 Pfarrerin Nicole Weber verstärkt seit März die Stadtkirchen-Gemeinde in Tuttlingen.
Pfarrerin Nicole Weber verstärkt seit März die Stadtkirchen-Gemeinde in Tuttlingen. (Foto: Evangelische Kirche)
Zoe Gerards

Nicole Weber heißt die neue Pfarrerin der Tuttlinger Stadtkirche. Die 30-Jährige ist gebürtig aus Albstadt-Ebingen und aufgewachsen in Straßberg im Zollernalb-Kreis. Seit Anfang März arbeitet sie in Tuttlingen, wo sie einen 50-Prozent-Auftrag hat.

Ihr Interesse für den Glauben entdeckte Weber während des Konfirmandenunterrichts. In ihren letzten beiden Schuljahren, so sagt sie, habe sie eine Religionslehrerin gehabt, die sehr existenzielle Themen behandelt habe. „Damals habe ich mich dann für das Theologiestudium entschieden, ohne zu wissen, wo es hingeht“, erzählt Weber. Die Entscheidung, Pfarrerin zu werden, sei dann doch recht schnell während der Studienzeit in ihr gekeimt.

Vikariat in Reudern

Den praktischen Teil ihrer Pfarrerausbildung absolvierte Weber zweieinhalb Jahre in Reudern bei Nürtingen, ebenfalls im Schwäbischen. Dann machte sie sich auf die Suche nach einer möglichen Stellenteilung und wurde schließlich in Tuttlingen der Stadtkirche zugeordnet. An ihrer neuen Station hat sie bereits einige Menschen kennengelernt. „Die Kollegen sind sehr nett und offen. Es ist ein tolles Pfarrerteam“, beteuert sie.

Momentan arbeitet sie zusammen mit Pfarrerin Philine Blum in der Stadtkirchen-Gemeinde, ab Herbst wird Weber dann auch in Nendingen tätig sein. Weber hat einen halben Dienstauftrag, und die Stundenzahl pro Woche fällt geringer aus als bei einem Vollzeitauftrag.

Besonders gefällt der 30-Jährigen an ihrem Beruf der Kontakt mit Menschen. „Ich komme mit Menschen aus allen Generationen in Berührung“, sagt Weber. Außerdem könne sie das, was ihr im Leben halt gibt, weitergeben.

Momentan ist sie noch dabei, sich einzuleben und die Strukturen vor Ort kennenzulernen. Sie befinde sich momentan in einer Phase, um alles zu sehen und aufzunehmen. „Auch wenn ich dann in Nendingen arbeite, werde ich in Tuttlingen wohnen bleiben.“

Dies ist ihre erste Pfarrstelle, es handelt sich dabei um ein Pfarrdienstverhältnis auf Probe, wie sie sagt. Die Stelle ist auf drei Jahre befristet, danach kann sie sich in Tuttlingen oder woanders innerhalb der württembergischen Landeskirche bewerben. „Das ist noch alles offen“, sagt sie.

Das Osterfest hat für Nicole Weber eine besondere Bedeutung. Mit den Kollegen teilt sie sich die Gottesdienste auf, ein paar Vertretungsdienste muss sie zudem übernehmen. Das verlangt einiges an Vorbereitung. Weber: „Aber im Gottesdienst selbst feiere ich dann genauso mit, wie alle anderen auch.“

Die Pfarrerin hofft, dass sie sich auch mit weiterer Routine in ihrem Beruf die Bedeutung dieses Festes so bewahren kann, sagt sie.

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