Neuzugänge sind die Nendinger Erfolgsgaranten

Lesedauer: 4 Min
 Der ASV Nendingen kam in der Deutschen Ringerliga beim KAV Eisleben zu einem 14:9-Sieg. Zu den Punktesammlern zählte erneut Dan
Der ASV Nendingen kam in der Deutschen Ringerliga beim KAV Eisleben zu einem 14:9-Sieg. Zu den Punktesammlern zählte erneut Daniel Cataraga (rechts), hier beim Erfolg gegen den Schifferstädter Dimitri Petaikin, der Ruskan Isakov mit 5:0-Wertungspunkten besiegte. (Foto: hkb)
Manuel Schust

Der Start in die Rückrunde der Deutschen Ringerliga (DRL) hätte für den ASV Nendingen kaum besser laufen können. Mit dem 14:9-Sieg bei KAV Eisleben gelang den Nendingern ein wichtiger Erfolg im Kampf um das Saisonziel Halbfinalqualifikation. Dabei erwiesen sich besonders die Neuverpflichtungen und erstmals eingesetzte Ringer als Erfolgsgaranten.

Mit den Verpflichtungen von Zurabi Iakobishvili (72 kg, F) und Zhan Belenyuk (87 kg, G) konnte sich der ASV Nendingen bereits zu Saisonbeginn die Dienste zweier hochkarätiger Ringer sichern. Erst zum Rückrundenstart feierten die beiden Ex-Weltmeister nun ihr Saisondebüt und zeigten sofort ihre individuelle Klasse. Der 26-jährige Iakobishvili, der bei der WM in Budapest die Bronzemedaille erringen konnte, wusste durch seinen speziellen Kampfstil zu gefallen. Teilweise halb auf der Matte liegend und im Vierfüßlerstand den Gegner fixierend, offenbarte der Georgier keinerlei Schwäche und fertigte seinen Kontrahenten mit einer Blitzattacke zu Beginn der zweiten Runde gekonnt ab (PS 10:1). ASV-Geschäftsführer Markus Scheu zeigte sich begeistert vom Debüt des Weltklasseathleten: „Wirklich alles was Iakobishvili gezeigt hat, hatte Hand und Fuß. Ich weiß nicht, ob wir in Nendingen jemals einen so starken Ringer hatten.“

Auch Zhan Belenyuk, den die Nendinger bereits aus der vergangenen Saison als Gegner kennen, überzeugte auf ganzer Linie. Für den ukrainischen Silbermedaillengewinner, der sich gegen Elvin Mursaliev durchsetzen konnte (PS 4:0), fand Markus Scheu lobende Worte: „Das war eine starke Leistung, wie Belenyuk die Angriffe seines Gegners allesamt abwehren konnte. Iakobishvili und Belenyuk stechen mit ihrer individuellen Klasse aus einem ohnehin sehr hohen Niveau hervor. Das Publikum in Tuttlingen darf sich auf beide freuen.“

Den eindeutigsten Triumph verzeichnete in Eisleben der leichteste Ringer im Nendinger Aufgebot. Dem ukrainischen Neuzugang Ivan Cherkas (60 kg, G) gelang nach weniger als zwei Minuten der erste Schultersieg eines ASV-Ringers in dieser Saison. Doch der Blitzsieg des Fünften der diesjährigen Junioren-EM muss in Relation gesetzt werden. Nachdem bei Eisleben die beiden etatmäßigen Ringer in der Klasse bis 60 Kilogramm fehlten, musste mit Ibrajim Ilyasov ein eigentlicher Freistilringer auf die Matte. „Wie gut Cherkas wirklich ist, wird sich erst noch herausstellen“, gibt auch Scheu zu.

Für die Rückrunde sieht der Geschäftsführer seine Mannschaft gut gerüstet. Dennoch überlegt man beim ASV aktuell, sich für die bevorstehenden Aufgaben durch zwei Neuverpflichtungen zu verbessern. Da sich Evgheni Nedealco (77 kg, F) und Donior Islamov (67 kg, G) in ihrer Klasse bislang schwergetan haben, ist es durchaus möglich, dass der ASV in beiden Kategorien nachverpflichtet. Um für eine mögliche Halbfinalteilnahme einsatzberechtigt zu sein, müssten die Nachverpflichtungen bereits in der laufenden Rückrunde eingesetzt werden.

Der ASV tritt zunächst am 24. November in Schifferstadt an, ehe sich die Nendinger Ringer am 8. und 9. Dezember zum Saisonfinale gegen Ispringen und Weingarten ihren Fans in Tuttlingen präsentieren werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen