Neues Tuttlinger Bündnis will Gäubahn stärken

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Schwäbische Zeitung

Die Tuttlinger Schwabenstreich-Initiative richtet sich neu aus. Das hat sie bei ihrem jüngsten Treffen beschlossen, an dem etwa 15 Anhänger teilnahmen: Als Bürgerbündnis Pro Gäubahn möchte die aus dem Stuttgart-21-Widerstand entstandene Gruppe künftig noch stärker für die Anliegen der Gäubahn eintreten. „Hier stehen wir noch ganz am Anfang“, erklärt Initiator Andreas Frankenhauser die Konzentration auf das regionale Bahnprojekt. „Dadurch haben wir jetzt noch die Chance, grundlegend etwas zu ändern.“

Als erste Handlung hat das neue Bündnis einstimmig eine Resolution an Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) beschlossen, um die Interessen der Gäubahn-Anlieger und Bahnfahrer gegenüber dem Ministerium zu vertreten.

„Wir Streckenanleger und Gäubahn-Nutzer, die sich bei Pro Gäubahn zusammengeschlossen haben, wollen, dass sich die Infrastruktur auf der Gäubahn verbessert und nicht verschlechtert“, heißt es in dem Papier mit der Überschrift „Freie Fahrt für die Gäubahn! Für eine leistungsfähige Infrastruktur auf einer der wichtigsten Strecken des Landes“. Konkret richtet sich die Kritik des Bündnisses gegen die Fahrzeit-Verlängerung, die durch Stilllegung der Direktverbindung von Stuttgart-Vaihingen zum Stuttgarter Hauptbahnhof und die dadurch längere Streckenführung über den Stuttgarten Flughafen entstehe, sowie gegen den geplanten „Hindernis-Parcours“.

„Überall in Europa versucht man, die Einfahrten von Fernverkehr und S-Bahn zu entflechten und dadurch Störungen und Wartezeiten zu vermeiden“, ärgert sich Frankenhauser. Indem man hier aber die heute durchgängig zweigleisige Gäubahn durch einen eingleisigen Abschnitt beim Flughafen-S-Bahnhof ersetze, erreiche man das Gegenteil: Trassenkonflikte mit der S-Bahn, Eingleisigkeit und höhengleiche Kreuzungen.

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