Christian Gerards
Christian Gerards (Foto: Archiv)
Redaktionsleiter

Fußball ist big business – und das fängt heutzutage schon in den unteren (Amateur-)Ligen an. Wer sich die vielen Wechsel vor einer neuen Saison anschaut, der erahnt schon, dass schon in der Bezirks- und Landesliga ein kleines Handgeld gezahlt wird, um den Wunschspieler zu bekommen. Da dürfte der SC 04 Tuttlingen auch keine Ausnahme machen können.

Tuttlingen mit seiner Wirtschaftskraft sollte im baden-württembergischen Fußball eigentlich eine deutlich größere Rolle spielen als es derzeit der Fall ist. Bezirksliga, heißt es momentan. Das sollte – und das soll jetzt nicht des-pektierlich klingen – eher etwas für kleiner Städte und Gemeinden sein. Der größte Fußballverein einer Stadt mit 36 000 Einwohnern muss eigentlich höherklassig spielen.

Die Unternehmen sind beim Sponsoring schon gut unterwegs. Nur: Es reicht einfach (noch) nicht, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzubekommen, die eine gute Rolle in der Landes-, besser noch in der Verbandsliga spielen könnte. Von daher ist es nur nachvollziehbar, dass der SC 04 nach weiteren Geldquellen sucht – und sie mit einem Sponsor für den Stadionnamen gefunden haben könnte.

Jetzt sind Stadt und Gemeinderat am Zug. Sie sollten sich im Sinne der Sportstadt Tuttlingen trauen, auch mal neue Wege zu gehen. Was Villingen-Schwenningen seit vielen Jahren mit dem Stadion im Friedengrund schafft, sollte für die Weltstadt der Medizintechnik doch ein Klacks sein.

c.gerards@schwaebische.de

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