Schwäbische Zeitung
Simon Schneider

In der Ortschaftsratssitzung am vergangenen Mittwochabend haben die Räte einstimmig den Antrag einer Bürgerinitiative, den Spielplatz „Hinter den Häusern“ zu verkleinern, abgelehnt. Ebenso haben die Räte zum Sachstand des Flächennutzungsplans für die Windkraftenergieanlagen Kenntnis genommen.

Ende Oktober vergangenen Jahres hat die Ortsverwaltung Nendingen eine Unterschriftenliste von 13 Anwohner des Spielplatzes „Hinter den Häusern“ erhalten. Dieser Antrag erhält die Bitte, den Spielplatz auf die übliche Größe von Kinderspielplätzen zu verkleinern. Als Hintergrund gaben die Anwohner an, dass der Spielplatz aufgrund seiner Größe zum Fußballspielen und Radrennen genutzt werde. Als weiteres Argument geben sie Ruhestörung an.

Michael Hensch, der zuständige Mitarbeiter der Stadt Tuttlingen für Umwelt und Grünplanung, erklärte dass der Spielplatz eine wichtige Einrichtung sei, der als generationsübergreifender Treffpunkt diene, was vor allem mit der Größe, aber auch mit dem Spielangebot und mit seiner Zentralität zusammenhänge. Es sei gewollt und erlaubt, dass auch Auswärtige diesen Spielplatz nutzen. Der Spielplatz dürfe ebenso von Personen genutzt werden, die älter als 14 Jahre alt sind. Demnach dürfen auch Jugendliche und Erwachsene diese „Grünfläche“ nutzen, um sich zu treffen. „Mittlerweile haben wir eine ganz klare Rechtssprechung, dass Kinderlärm nicht mehr als Lärm gilt“, fügte Michael Hensch hinzu.

„Die Stadt Tuttlingen steht hundertprozentig hinter dem Spielplatz“, erklärte er den rund 30 Zuhörern unmissverständlich. Der Spielplatz habe eine „zentrale Funktion“ für ganz Nendingen. Er stehe für die Stadt in keiner Form in Frage, weder in der Größe noch in der Attraktivität. Allerdings macht Bensch klar, dass der Spielplatz für Fußballspielen auf Dauer auch nicht gedacht sei. „Wir werden schauen, dass wir diesen Spielplatz mindestens so attraktiv wie jetzt, eher noch attraktiver gestalten“, so Hensch mit Blick in die Zukunft.

Hebsack bleibt möglicher Windkraft-Standort

Hensch zeigte die verschiedenen Standorte in der Verwaltungsgemeinschaft Tuttlingen auf, die für Windkraftenergieanlagen nach nun vierjähriger Planungsphase noch in Frage kämen. Die Verwaltung möchte den dazugehörigen Flächennutzungsplan (FNP) zum Abschluss bringen, damit tatsächlich der Bau von Windkraftanlagen gesteuert werden kann und nicht dem Zufall überlassen bleibt.

Dabei kam er auf die Konzentrationszone in Nendingen, den Hebsack, zu sprechen. Der Hebsack wird nach wie vor als Konzentrationszone in der dritten Offenlage enthalten sein. Was durch die Erstellung eines Flächennutzungsplanes erreicht werden kann, ist beispielsweise ein Abstand von 1000 Metern zur äußersten Siedlungskante. Dieser Abstand wäre ohne FNP geringer. Hensch betonte, dass höchsten drei bis vier Anlagen an diesem Standort in Frage kämen. Der Ortschaftsrat nahm vom Sachstand Kenntnis.

Zahl der Trauungen verdoppelt

Ortsvorsteher Franz Schilling gab in der Sitzung zudem verschiedene Zahlen der Verwaltung preis. Dabei ist zu erwähnen, dass die vollzogenen Trauungen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um das Doppelte auf insgesamt 16 Trauungen gestiegen sind. Außerdem registriert die Ortsverwaltung 2839 Einwohner zum Ende des vergangenen Jahres. Das sind 50Einwohner mehr als noch im Jahr 2015.

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