Nendinger Ringer starten in die neue Oberliga-Saison

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Schwäbische Zeitung

Nach dem man in der vergangenen Saison zum Saisonende als Oberliga-Vizemeister feststand, waren alle Vereinsverantwortlichen positiv überrascht, da man über die komplette Ringerrunde hinweg mit heftigen Personalproblemen zu kämpfen hatte und meist keine vollständige Mannschaft stellen konnte. Die Not schweißte die Mannschaft noch enger zusammen. Umrahmt von den durchweg tollen Leistungen der Nendinger Siegringer Baris Diksu, Marc Buschle, Tim Baur und Leon Gerstenberger hatte man mit diesem Saisonergebnis alle überrascht.

In diesem Jahr werden die Karten jedoch wieder neu gemischt. Nachdem der Überflieger der vergangenen Saison – die KG Baienfurt – die Liga als Aufsteiger verlässt und der SV Fellbach abgestiegen ist, kommen mit dem AB Aichhalden (Absteiger Regionalliga) und dem KSV Neckarweihingen (Aufsteiger Verbandsliga) zwei starke Mannschaften zur Oberliga Württemberg hinzu.

Der Auftaktgegner des ASV, die Mannschaft vom TSV Ehningen (vergangene Saison drittplaziert), hat sich so verstärkt, dass sie mit einem lückenlos starken Kader auftreten können. Mit Benjamin Raiser, der für den ASV Nendingen einen schmerzhaften Verlust bedeutet, haben sich die Ehninger ein Eigengewächs auf die Matte zurückgeholt. Er wird um die beiden Neuzugänge Jonas Lange und Przemyslaw Kraczkowski ergänzt. Da aus Ehningen keine Abgänge bekannt sind, zählen auch die Sportler aus dem Stuttgarter Vorort zum engeren Favoritenkreis.

Bei Betrachtung der übrigen Mannschaften aus Dewangen, Benningen, Ebersbach, Musberg und Weilimdorf wird schnell ersichtlich, dass die Mannschaften gegenüber der Vorjahressaison spürbar aufgebaut und bekannte Schwächen ausgemerzt haben. Zu den ohnehin guten Sportlern in der Liga mischen sich in dieser Saison noch weitere, in Ringerkreisen bekannte Namen hinzu. So kann Dewangen zum Beispiel mit dem Bundesligarückkehrer Oliver Hug aufwarten, während sich die anderen Mannschaften unter anderem mit Roman Berko, Piotr Kuszerski (Benningen) Cornel Predoiu, Pierre Morhardt (Musberg), Alexander Zentrgraf (Weilimdorf) und Ramaz Darchidze sowie Jakub Tim (Neckarweihingen) verstärkt haben.

Doch auch in Nendingen ist man nicht untätig geblieben. Nachdem die Gewichtsklasse bis 57 KG in der vergangenen Saison nie besetzt werden konnte hatte man zusätzlich mit den Abgängen von Leon Gerstenberger und Khamza Temarbulatov großen Handlungsbedarf. Während für den Punktegaranten Leon Gerstenberger, der den ASV in die Bundesliga zur RG Hausen-Zell verließ leider kein gleichwertiger Ersatz gefunden wurde, konnten jedoch zwei andere hochkarätige Sportler für die Mannschaft gewonnen werden. Mit Ghenadie Tulbea und Veaceslav Mamulat stoßen zwei Sportler in die Oberligamannschaft, die in Nendingen bestens bekannt sind. Tulbea der von 2008-2018 für den ASV in der Bundesliga bzw. der DRL auf die Matte ging, begeistert mit seiner spektakulären Ringweise und wird in den Gewichtsklassen 57/61 KG Freistil für viele sehenswerte Kämpfe sorgen können. Mamulat ist seit drei Jahren in Nendingen und ist inzwischen, wie Tulbea auch, ortsansässig geworden und bringt sich aktiv ins Vereinsleben ein. Der junge Moldawier, der ebenfalls auf Bundesligaerfahrung zurückblicken kann, wird das Pendant zu Ghenadie Tulbea in der klassischen Stilart sein. Der Tuttlinger Murat Özdir, der aus Radolfzell nach Nendingen kam, ist in den mittleren Gewichtsklassen variabel einsetzbar.

Im Übrigen konnte die Mannschaft um die beiden Trainer und aktiven Ringer Marc Buschle und Baris Diksu erhalten bleiben. Publikumsliebling Tim Baur wird wie gewohnt zur Verfügung stehen. Erfreulicherweise kehren Maximilian Stumpe und Eigengewächs Yunus Bakir, die beide in der letzten Saison pausiert haben wieder in den Kader zurück. Mit den Altbekannten Mihai Ozarenschi, Stefan Rutschmann, Tomasz Krol und Ivan Polisciuc wird man eine schlagkräftige Truppe aufstellen können, die im guten Mittelfeld eingeordnet werden kann.

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