Nendinger DRL-Team fehlt noch die Verstärkung

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Fritz Reichle (von links) wird am Samstag für seine langjährige Berichterstattung über den ASV Nendingen von Markus Scheu und We
Fritz Reichle (von links) wird am Samstag für seine langjährige Berichterstattung über den ASV Nendingen von Markus Scheu und Werner Marquardt geehrt. (Foto: hkb)
Redaktionsleiter

Ringsport der Superlative haben die Zuschauer am Samstagabend in der Tuttlinger Mühlauhalle gesehen. Wer allerdings auch auf deutsche Kämpfer gehofft hat, der wurde bei dem Duell zwischen den beiden DRL-Teams ASV Nendingen und VfK Schifferstadt enttäuscht.

Wegen der weiter anhaltenden Querelen zwischen der Deutschen Ringerliga und dem Deutschen Ringerbund (DRB) traut sich derzeit kein deutscher Kaderringer, in der DRL auf die Matte zu gehen. So war es dem Schifferstädter Patryk Dublinowski alleine vorbehalten, die deutschen Ringer zu vertreten.

Vor dem Kampf ehrte der ASV mit Fritz Reichle seinen ehemaligen langjährigen Berichterstatter für die Medien und für die vereinseigene Homepage. So einen wie ihn, der über Jahre die Nendinger Ringer in die Presse gebracht hat, werde der Verein laut Markus Scheu, Vorsitzender Sport beim ASV, wohl nicht mehr finden.

„Es zeigte sich, dass momentan noch zwei wichtige Ringerverpflichtungen fehlen, die sich auf die anstehende WM vorbereiten und wir für diese starke Liga dringend benötigen“, betonte Scheu nach der deutlichen 6:19-Niederlage gegen den VfK. Schon vor dem letzten Kampf hatten sich wegen der insgesamt schwachen Vorstellung der Nendinger die ersten der rund 250 Zuschauer auf den Heimweg gemacht. Sie interessierte dann schon nicht mehr, dass mit Daniel Cataraga einer der Sieggaranten für den ASV auf die Matte ging. Allerdings mühte auch er sich zum Sieg über Dimitri Petaikin, der im vergangenen Jahr immerhin Dritter bei den russischen Meisterschaften geworden war.

Scheu machte nach dem Kampf gegen den VfK Werbung für die DRL, die auch in dieser Saison mit lediglich fünf Mannschaften an den Start gegangen ist: „Wir stehen zu unseren eigenen Ringern, mit dem wir drei Meistertitel geholt haben, diese halten uns die Treue und ringen auf höchstem Niveau. Dies zeigte sich bei verschiedenen Griffaktionen, die nur in den Ringerkonstellationen der Deutschen Ringerliga zu sehen sind.“

Allerdings waren die Stammringer der vergangenen Jahre gegen ihre Gegner deutlich unterlegen. So musste sich Ghenadie Tulbea in seinem ersten Kampf auf Beletage-Niveau 0:10 geschlagen geben. Auch Nicolai Ceban musste gegen den EM-Zweiten von 2018, Alexander Hushtyn, mit 1:5 die Segel streichen. Lediglich Piotr Ianulov holte bei seinem 6:0 zwei Punkte für den ASV.

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