Nendingen feiert bei Saitiev Eupen ersten Saisonsieg

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Manuel Schust

Nach der knappen Auftaktniederlage beim KSV Ispringen (8:13), ist den Ringern des ASV Nendingen ein hoher Sieg gegen DRL-Neuling Saitiev Eupen gelungen. Beim deutlichen 25:12-Auswärtserfolg konnte der ASV acht der neun Kämpfe gewinnen und trotz fehlendem zweiten Deutschen einen ungefährdeten Sieg einfahren.

Bis zum ersten Auftritt des neuen DRL-Teams Saitiev Eupen konnte niemand so richtig das Niveau des Liganeulings einschätzen. Denn das aus der deutschsprachigen Region Ostbelgiens stammende Team war zwar im Vorjahr in der NRW-Bezirksliga sieglos geblieben, verfügt aber mit Teammanager Issa Gambulatov über einen Kenner der Szene, der laut DRL- und ASV-Geschäftsführer Markus Scheu „die Weltklasse-Ringer von morgen schon längst im Blick hat“. Die deutliche Niederlage Eupens im Debütkampf gegen Ispringen (2:26) zeigte bereits deutlich auf, dass der Neuling sich sehr schwer damit tut, mit überwiegend jungen Nachwuchsathleten auf dem hohen Niveau der DRL mitzuhalten. Auch gegen den ASV Nendingen folgte nun eine klare Niederlage.

Dabei ging Eupen bereits mit einer 10:0-Führung in die Begegnung, da Nendingen nur mit einem statt den zwei vorgeschriebenen deutschen Ringern in Belgien antrat. Folglich kassierte der ASV sechs Strafpunkte und musste eine 0:4-Wertung für das Nicht-Antreten in der Klasse bis 87 Kilogramm Griechisch-Römisch hinnehmen. „Unser eigentlich eingeplanter deutscher Greco-Ringer hatte uns schon für den Kampf gegen Ispringen vor vier Tagen verletzungsbedingt überraschend abgesagt. Es ist uns dann nicht gelungen, so kurzfristig einen Ersatz zu verpflichten“, erklärte Markus Scheu, der versicherte, dass der ASV in den kommenden Kämpfen mit einem zweiten Deutschen antreten wird.

Den ersten Kampf des Abends konnte Eupen durch Korian Sahradian (60 kg, G) noch gewinnen. Valentin Lupu konnte keine Offensivaktion gegen seinen wendigen ukrainischen Gegner zeigen und kassierte eine Punktniederlage, die zum zwischenzeitlichen 12:0 für die Belgier führte. Doch mit dem Auftritt von ASV-Schwergewichtler Georgi Sakandelidze (130 kg, F) begann die Nendinger Dominanz. Nach einigen schnellen Wertungen gegen Lom-Ali Akaev gewann Sakandelidze durch technische Überlegenheit. Yowlys Bonne Rodriguez (63 kg, F) bekam es anschließend mit dem pakistanischen Meister Abukabar Mutaliev zu tun, der am Vortag noch gegen Ispringens Ibrahim Fallacara einen Sieg feiern konnte. In einem zunächst engen Kampf zeigte Bonne Rodriguez seine große Stärke in der Verteidigung, konterte einen Angriff Mutalievs geschickt aus und schulterte schließlich nach knapp vier Minuten seinen Gegner. Nach einem knappen Punktsieg Oleksandr Shyshmans (97 kg, G) und einem weiteren Schultersieg durch Maxim Mamulat (67 kg, G) ging Nendingen zur Halbzeit mit 13:12 in Führung.

Nach der Pause tat sich Vizeweltmeister Yabrail Hasanov (87 kg, F) lange Zeit überraschend schwer gegen den Russen Adam Khasiev, schaffte aber einen knappen Punktsieg. Semyon Radulov (72 kg, F) und Ghadzimurad Omarov (77 kg, F) holten klare Siege durch technische Überlegenheit. Auch Daniel Cataraga (77 kg, G) fertigte seinen Gegner mit einem deutlichen Punktsieg ab.

Die Kämpfe im Einzelnen

Nendingen zuerst genannt: 60 kg G: Valentin Lupo – Koriun Sahradian 0:2 (PN 0:5). - 130 kg F: Georgi Sakandelidze – Lom-Ali Akaev 4:0 (TÜ 16:0). - 63 kg F: Yowlys Bonne Rodriguez– Abukabar Mutaliev 4:0 (SS 4:0). - 97 kg G: Oleksandr Shyshman – Vladlen Kozliuk 1:0 (PS 1:0). - 67 kg G: Maxim Mamulat – Zelikhan Dzeitov 4:0 (SS 8:0). - 87 kg F: Yabrail Hasanov – Adam Khasiev 6:5 (PS 1:0). - 72 kg F: Semyon Radulov – Dzokhar Isakov 4:0 (TÜ 15:0). - 87 kg G: ASV nicht angetreten 0:4. 77 kg G: Daniel Cataraga – Yasaf Zeinalov 3:0 (PS 10:0). - 77 kg F: Gadzhimurad Omarov – Bilal Abdurrashidov 4:0 (TÜ 4:0).

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