Naturschutzprojekt für 5,5 Millionen in Planung

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Thomas Kring (links) und Stefan Helbig vom Tuttlinger Landratsamt schauen sich die Ausstellung an.
Thomas Kring (links) und Stefan Helbig vom Tuttlinger Landratsamt schauen sich die Ausstellung an. (Foto: Sarah-Lena Gombert)

Was haben der blauschillernde Feuerfalter und die Strauchbirke gemeinsam? Beide Arten kommen in Baden-Württemberg nur noch extrem selten vor. Thomas Kring, Projektleiter des Naturschutzgroßprojekts Baar, das beim Schwarzwald-Baar-Kreis angesiedelt ist, geht davon aus, dass die Baar landesweit das letzte Zuhause für diese bedrohten Arten ist.

Unter anderen darum haben er und seine Mitarbeiterin sich vorgenommen, ein 5,5Millionen Euro schweres Naturschutzprojekt auf die Beine zu stellen in diesem Gebiet zwischen Königsfeld im Norden und Blumberg im Süden, zwischen Donaueschingen im Western und Geisingen im Osten. Hier will Kring Fichtenwälder ausdünnen, um Lebensraum für Orchideen zu schaffen. Oder Moore wieder bewässern, um damit zum Klimaschutz beizutragen. Insgesamt umfasst das Projekt, das sich derzeit in der Planungsphase befindet, 5,5 Millionen Euro. Der Löwenanteil soll später für die Umsetzung von Maßnahmen ausgegeben werden.

„75 Prozent der Kosten trägt der Bund, 15 Prozent zahlt das Land“, erklärt Kring. Die übrigen zehn Prozent teilen sich der Landkreis Tuttlingen, der Schwarzwald-Baar-Kreis und die Gemeinden in dem Areal. Doch bevor die Mittel fließen, muss Kring Überzeugungsarbeit leisten. Zum Beispiel mit der Ausstellung, die seit Montag für die nächsten Beiden Wochen im Tuttlinger Landratsamt zu sehen ist. Auf einer Karte mit Höhenprofil können sich Interessierte über das Projekt informieren.

Am Sonntag, 12. Juli, findet ab 11 Uhr ein Aktionstag rund um das Projekt im Gemeinschaftshaus in Gutmadingen statt.

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