Mit Krawatte: Hochschule und Schule zu Hause

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 HFU-Professor Schmalzried arbeitet und lernt mit seinen Kindern in Zeiten der Corona-Krise von zu Hause aus.
HFU-Professor Schmalzried arbeitet und lernt mit seinen Kindern in Zeiten der Corona-Krise von zu Hause aus. (Foto: Schmalzried)
Schwäbische Zeitung

Die Schulen sind seit dem 17. März geschlossen – der Semesterstart ist auf den 20. April verschoben: Das Rektorat der Hochschule Furtwangen (HFU) bittet die Professoren sowie die Hochschulmitarbeiter, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten, um die Verbreitungsdynamik des Coronavirus zu verlangsamen.

Seit dem 16. März arbeitet Professor Siegfried Schmalzried vom Hochschulcampus Tuttlingen deshalb – wie die meisten seiner Kollegen– von zu Hause aus. Gemeinsam mit seinen vier Kindern sitzt er an einem großen Tisch. Während er seine Vorlesungen vorbereitet, Forschungsprojekte bearbeitet und das Konzept für digitale Lehrveranstaltungen überprüft, sind seine Kinder fleißig am Lernen. „Es ist erstaunlich, wie gelassen die Kinder die neue Situation aufnehmen und akzeptieren. Gemeinsam schafft man einfach vieles, und auch an der Hochschule spürt man trotz räumlicher Distanz eine menschliche Nähe“, erklärt Professor Schmalzried.

Nahezu 90 Prozent der rund 600 HFU-Professoren und Beschäftigten arbeiten derzeit von zu Hause aus. „Das verlangt besonderen organisatorischen Einsatz, vor allem von unserer IT“, erklärt HFU-Hochschulrektor Professor Rolf Schofer. Am Hochschulcampus Tuttlingen kümmern sich Christian Haasis, Mervete Alijaj und Harry Busch um die Bereitstellung von Soft- und Hardware und um stabile Netzwerke sowie Serversysteme. Die Abteilung Learning Services erarbeitet parallel dazu Lösungen für verschiedene Formen der Online-Lehre. „Die Hochschule Furtwangen arbeitet mit Hochdruck daran, die notwendigen Voraussetzungen für Online-Lehre zu schaffen“, meint Schofer. Dies erfordere stabile Systeme und den Ausbau von Systemkapazitäten. „Wir müssen für alle Fälle gewappnet sein, sollten Präsenzveranstaltungen auch nach dem 20. April nicht möglich sein.“

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