Mehr als 300 Gäste beim Neujahrsempfang von Gränzbote und ProTUT

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Mehr als 300 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichem Leben sind am Donnerstag der Einladung von Gränzbote und ProTUT zum Neujahrsempfang 2019 gefolgt. Inhaltlich kreiste die Veranstaltung vor allem um ein Thema: das Vertrauen.

Es war ein kurzer Blick zurück über die Schulter in 2018 und ein weiterer nach vorne ins neue Jahr, den die Gäste am Donnerstag in der Stadthalle wagten. Eins wurde dabei deutlich: 2019 wird ein bewegtes Jahr. Von einem Zeichen für die kommenden Jahre sprach etwa Christian Gerards, Redaktionsleiter des Gränzboten, das die Menschen bei den anstehenden Kommunal- und Europawahlen setzen könnten. „Machen Sie sich daher genau Gedanken darüber, wen Sie im Mai wählen werden“, appellierte Gerards. Und: Die Herausforderungen an das digitale Zeitalter seien nur mit Vertrauen und Zusammenarbeit zu bewältigen.

Appell für das neue Jahr

Einen Appell formulierte auch Holger Huber, Vorsitzender des Ressorts Network von ProTUT. Die Konkurrenz für den Handel aus dem Internet sei groß. Deswegen sei es wichtig, tolle Einkaufserlebnisse zu schaffen und Mitarbeiter und Inhaber zu motivieren, neue Wege zu gehen. Dazu brauche es die Initiative der Händler. „Nutzen Sie unsere Formate“, forderte er die Protut-Mitglieder auf. Die Seminarreihe Händlerkolleg habe sich schon jetzt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Emil Buschle, Erster Bürgermeister in Tuttlingen, ging in seinem Grußwort auf die Herausforderungen der Stadt für das kommende Jahr ein. „Wir stehen vor vielen offenen Fragen“, sagte Buschle. Dazu gehöre neben der Sanierung der Gymnasien, der Innenstadtentwicklung und der Weiterentwicklung des Bahnhofs die Gestaltung des dritten Bürgermeisterpostens. „Gute Lösungen brauchen Zeit“, betonte er. Auch die Wahl des Oberbürgermeisters stehe im Herbst an, für die noch nicht klar sei, ob der amtierende Oberbürgermeister Michael Beck für eine dritte Amtszeit kandidieren werde.

„Es werden Dinge auf uns zukommen, die uns beschäftigen werden“, sagte auch Landrat Stefan Bär für das aktuelle Jahr in seinem Grußwort voraus. Dazu zählte Bär die anstehenden Kommunalwahlen. Er beobachte, dass es gar nicht mehr so einfach sei, qualifizierte Kandidaten in ausreichender Zahl zu finden. Darüber hinaus gebe es eine beunruhigende Entwicklung, bei der das Vertrauen in den Staat immer mehr zu bröckeln beginne und dies in mangelndem Respekt gegenüber Amtsträgern und der Polizei münde. „Ich wünsche mir, dass Hass und Lügen keinen Platz mehr haben“, so Bär.

Bedeutung von Vertrauen

Über die Bedeutung von Vertrauensverhältnissen referierte Ulf Posé. Der Management-Coach und Hochschuldozent hob hervor, dass sich Unternehmen und deren Führungskräfte nicht nur ihre wirtschaftlichen Ziele in den Vordergrund stellen dürften. Um erfolgreich zu sein, komme es auch darauf an, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich am Arbeitsplatz zu entfalten. „Ich glaube es ist falsch, eine Konkurrenz zwischen wirtschaftlichen Zielen und der freien Entfaltung der Mitarbeiter zu ziehen“, sagte Posé. Um das zu ermöglichen, brauche es eine Vertrauensbasis zwischen Chef und Mitarbeiter.

Wichtig sei hierfür unter anderem Kompetenz und Angemessenheit im gegenseitigen Umgang.

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