Mediziner protestieren gegen Oberndorfer Waffenschmiede

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Mediziner aus vielen Ländern machen in Tuttlingen Station bei ihrem Protest gegen die Hersteller von Waffen. (Foto: Stefan Manger)

33 Mediziner und Medizinstudierende aus Nigeria, Kenia, Indien, USA, Kanada, Estland und Lettland sind am Montag in Ulm bei der Waffenfabrik Walter mit ihren Rädern losgefahren und bis Villingen gefahren, wo sie am Kongress „Zielscheibe Mensch - Internationaler Kongress zu den sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels“ vom 30. Mai bis 2. Juni in der Tonhalle teilnehmen. Von Mittwoch auf Donnerstag machten sie in Möhringen im Naturfreundehaus halt. Die Mediziner setzen sich gegen den Waffenhandel ein. Jede Minute sterbe ein Mensch durch Waffengewalt. Am Samstag geht es mit fünf Bussen mit den gut 250 Teilnehmern des Kongresses von Villingen zur Firma Heckler & Koch nach Oberndorf, wo 40 Sänger des Chornetzwerks und den Lebenslauten Süd sich treffen, um vor dem Werkzaun des Unternehmens ein Chorkonzert zu geben. Viele der Teilnehmer an diesem Kongress würden aus Ländern, in denen mit Waffen aus Oberndorf gekämpft und getötet werde, kommen, so die Verantwortlichen. Möglich geworden sei diese Bike-Tour nur durch zahlreiche Sponsoren, die die Kosten zum Teil übernommen hätten, so der Spaichinger Tierarzt Anton Uhl, der diese Aktion hauptsächlich organisiert hat.

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