Mannschaften der Donautal-HSG kommen spät in Schwung

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 Nach einem durchwachsenen Start haben sich die Handballfrauen der HSG Fridingen/Mühlheim, hier Rebecca Maurer, gefangen. Zur Sa
Nach einem durchwachsenen Start haben sich die Handballfrauen der HSG Fridingen/Mühlheim, hier Rebecca Maurer, gefangen. Zur Saison-Halbzeit nehmen die Donautälerinnen mit 13:11-Punkten den sechsten Platz in der Württembergliga ein. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Es ist Halbzeit für die überbezirklich spielenden Handballmannschaften aus dem Kreis Tuttlingen: Sowohl in den Württemberg- als auch in den Landesligen ist die Hinrunde zu Ende. Ab dem 11. Januar wird auf HVW-Ebene wieder um Punkte gekämpft.

Württembergliga Männer

HSG Fridingen/Mühlheim

Hinter den Handballern der HSG Fridingen/Mühlheim lag keine gute Vorbereitungsphase, als Anfang September der Saisonstart in der Liga anstand. Dass mehrere Spieler verletzungsbedingt passen mussten oder nur angeschlagen spielen konnten, machte die Situation nicht besser. Im siebten Spiel glückte der erste Punktgewinn (28:28 gegen die HSG Ostfildern), drei Wochen später in Altenstadt dann der erste Saisonsieg (26:25). Nach zwei weiteren deutlichen Niederlagen zeigte die Formkurve wieder nach oben. Gegen die SG Lauterstein (28:28), den TSV Deizisau (32:30) und den TSV Wolfschlugen (23:23), allesamt unter den Top-Vier, blieb die Novakovic-Truppe ungeschlagen. Daraus resultiert nach 14 Spielen mit 7:21-Punkten der vorletzte Platz (14). Der Abstand zu Rang elf beträgt lediglich zwei Pluspunkte – der Anschluss ist geschafft. Bei der HSG hofft man auf eine gute Wintervorbereitung für die zweite Saisonhälfte.

„Wir wollen dann auch gegen die unteren Mannschaften punkten“, sagte Co-Trainer Ibrahim Parlak nach dem Punkt gegen Wolfschlugen. Kreisläufer Moritz Rabus sollte nach seiner langen Verletzungspause in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Am 11. Januar startet die Donautal-HSG in Donzdorf in die Rückrunde.

Württembergliga Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim

Das Frauenteam der HSG Fridingen/Mühlheim bekam es schon an den ersten Spieltagen mit dem punktgleichen Führungs-Duo TV Weilstetten (30:32) und TG Nürtingen (29:30) zu tun. Vor den knappen Niederlagen unterlag man zum Auftakt auch bei Aufsteiger TSV Urach. Im Rückspiel, mit dem das Team von Frank Rohrmeier und Uwe Langeneck das Handballjahr 2019 beendete, gab es für das 24:32 im Hinspiel mit einem 29:23-Erfolg eine Revanche. Ab dem vierten Spieltag folgten insgesamt fünf Siege und ein Unentschieden. Seit dem ersten Spiel im November punktete lediglich der TV Reichenbach doppelt gegen die HSG (20:21). Aus den vier Auswärtsspielen in Serie, die in den vergangenen Wochen anstanden, ging man mit 5:3-Punkten. Mit dem Rückrundensieg gegen Urach festigte man Platz sechs mit einer Punktebilanz von 13:11. In der Rückrunde hat man in sieben von elf Spielen Heimrecht.

Landesliga Männer

HSG Baar

Nach dem Wiederaufstieg belegt die HSG Baar über den Jahreswechsel Tabellenplatz neun (12:14-Punkte). Trainer Martin Irion zeigte sich nach dem Spiel bei der HSG Rottweil (35:34) mit der Hinrunde insgesamt zufrieden. Nach dem Offensivspektakel in der Doppelsporthalle setzte sich die HSG mit sechs Zählern von der HSG Rottweil ab (6:20), die mitten im Abstiegskampf steckt. Trotz des Verletzungspechs innerhalb kurzer Zeit konnte das Abrutschen in die Abstiegszone verhindert werden. Ein kurioser, aber erfolgreicher Start gelang mit dem 14:13 über den TV Neuhausen/Erms II. Ein frühes Highlight der Saison war der 31:27-Heimsieg über Württembergliga-Absteiger TSV Altensteig, der mittlerweile auf Platz fünf steht. Insgesamt verbuchte man neun der zwölf Pluspunkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, fünf davon stammen aus den Derbys gegen Rietheim-Weilheim (22.22), Aixheim (33:22) und zuletzt Rottweil.

TV Aixheim

Dass der TV Aixheim noch nicht auf dem Level der Vorsaison ist, erwähnte Holger Hafner gegen Ende der Hinrunde mehrfach. Grund dafür sei auch der oftmals unvollständige Kader gewesen. Dreimal konnte er auf einen vollzähligen Kader zurückgreifen. Nach dem ersten Rückrundenspiel ist der TVA Elfter und hat mit 11:17-Punkten keinen allzu großen Vorsprung auf Rietheim-Weilheim (8:18), Rottweil und Neuhausen/Erms II (beide 6:20). Gegen die aktuell drittplatzierte SG Ober-/Unterhausen (21:7) gab es kurz vor Weihnachten ein beachtliches 29:29-Unentschieden.

HSG Rietheim-Weilheim

Als einziges überbezirklich spielendes Kreis-Team stellte die HSG Rietheim-Weilheim vor der Saison mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Alexander Job einen neuen Trainer vor. Martin Bauer, der in der Vorsaison interimsweise übernommen hatte, wurde auf eigenen Wunsch Co-Trainer. In Altensteig glückte ein überzeugender Start (24:24), auf den drei Niederlagen und anschließend drei Unentschieden folgten. Sowohl gegen den TSV Denkendorf (29:29) als auch gegen die HSG Baar (22:22) brachte die HSG einen Vorsprung nicht über die Zeit. Auf das überzeugende 24:22 gegen das Spitzenteam aus Ober-/Unterhausen konnte die HSG nicht aufbauen. Aus den fünf Spielen vor der Winterpause holte man immerhin noch gegen Neuhausen/Erms II wichtige Zähler (26:23).

Landesliga Frauen

HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen

Ausgenommen von zwei Ausreißern kann die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen auf eine zufriedenstellende Hinserie zurückblicken. Durch das 18:14 im Derby gegen die HSG Baar blieb NTW auch nach dem sechsten Auftritt in der neuen Saison ungeschlagen. Nach fünf Siegen und einer Punkteteilung war man gegen Tabellenführer HSG Böblingen/Sindelfingen ohne Chance (14:29). Gegen Argental fand man zurück in die Spur (29:25), ehe man mit einem zusammengewürfelten Kader beim TV Weingarten antreten musste. Die Gastgeber lehnten eine Spielverlegung ab. Mit nur vier fitten Spielerinnen unterlag man klar (11:24). In der Rückrunde wird die HSG NTW (13:5-Punkte) mit einem vermutlich wieder breiteren Kader Platz zwei zurückerobern wollen.

HSG Baar

„Die junge Mannschaft braucht noch Zeit“, betonte Oliver Ulrich, Aufstiegstrainer des Landesligisten, während der Hinrunde. Der Traumstart war mit 10:0-Punkten aus den ersten fünf Spielen optimal gelungen. Da es in den vergangenen Wochen dann eine Niederlage nach der anderen setzte, rutschte man auf Platz sechs ab (10:10-Punkte). Mit dem erfolgreichen Saisonstart hat man aber eine gute Grundlage für den Klassenerhalt schaffen können. Im Angriff tat sich der Aufsteiger in drei der vier Spiele im November sichtlich schwer. So war man gegen die Favoriten aus Böblingen/Sindelfingen (15:30) und Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen (14:18) unterlegen.

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