Mit Feuereifer waren die Kinder dabei im Möhringer Narrenhof, ihren Schurz mit Fasnetmotiven zu bemalen, angeleitet vom Häsmale
Mit Feuereifer waren die Kinder dabei im Möhringer Narrenhof, ihren Schurz mit Fasnetmotiven zu bemalen, angeleitet vom Häsmaler Elmar Dold aus Bräunlingen. (Foto: Stefan Manger)
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Ein besonderes Angebot hat die Narrenzunft Möhringen für die Kinder im Narrenhof gemacht. Da kam eigens der Häsmaler Elmar Dold aus Bräunlingen mit seiner Frau und führte die Kinder in Möhringen in die Häsmalerei ein.

Nachdem der frühere Häsmaler Kuno Dorfner aus Möhringen aufgehört hat, suchte sich Zunftrat Christian Weinert, der dieses Häsmalen gemeinsam mit seiner Frau Vanessa organisierte, einen Nachfolger, den er mit eben dem aus Bräunlingen kommenden Elmar Dold gefunden hat. Dieser wird künftig die Häser für Möhringer bemalen.

Er erzählte den Kindern aus seiner Erfahrung. In unserer Gegend würde es viele Weißnarrenhäser geben, deren Leinenstoff bemalt werden müsste. Dies gehe bis ins Mittelalter zurück.

Er selbst braucht für ein Häs 80 Stunden, bis es fertig ist. Das Leinen wurde an diesem Tag von den meisten Kindern mit Stofffarben bemalt. So konnte jedes Kind seinen eigenen Schurz bemalen und anschließend mit nach Hause nehmen.

Nathalie Wagner wollte gleich mit Öl malen, was diese auch mit großem Können umsetzte und sich schon bei diesem Häsmalen der Narrenzunft Möhringen als spätere Häsmalerin empfahl, denn auch der Profi Elmar Dold war vom Können der jungen Dame begeistert.

Oft sei man bei den Häsern sehr gebunden aufgrund der vielen Vorgaben an Motiven. In Möhringen jedoch sei es etwas anderes, weil da die Narren, die ein Häs haben wollen, ziemlich viele Motive frei wählen können, was der Malerei dann auch einen ganz eigenen Reiz gebe. Auf jedem Häs wird auch das Berufswappen des Käufers verewigt, was dem Häs zusätzlich eine eigene Note gebe.

Entstanden ist die Idee, den Kindern einmal die Häsmalerei näher zu bringen, im Jugendforum, das sich in den letzten Jahren auch in Möhringen etabliert hat.

Zufrieden mit ihrem mit Fasnetmotiven bemalten Schurz und gestärkt durch eine Pizza gingen die Kinder danach nach Hause. Allerdings ging die Malerei länger als ursprünglich angenommen, was nicht zuletzt darauf zurück zu führen war, weil die Kinder mit Feuereifer dabei waren und ihre Schürzen fertig bemalen wollten.

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